Willkommen zu diesem Bibelkurs
Sie haben hier die Gelegenheit, mehr über ein Buch zu erfahren, das in fast alle Sprachen übersetzt ist. Es ist ein Weltbestseller und eines der wichtigsten Bücher aller Zeiten. Es gehört zum Allgemeinwissen, dieses Buch zu kennen, denn es hatte einen großen Einfluss auf die Geschichte und Kultur unserer Welt - und hat ihn noch.
Der Bibel ist ein "Handbuch" fürs Leben vom Schöpfer des Lebens (ähnlich einer Gebrauchsanleitung des Herstellers für ein sehr kompliziertes Gerät).
Das Lesen dieses Bibelkurses wird um so spannender, je mehr Sie in das Wort dieses Schöpfers Einblick bekommen und Zusammenhänge erfassen. Lesen Sie es ohne vorgefasste Meinung und mit offenem Herzen. Alle Zitate aus der Bibel sind, soweit nicht anders angegeben, der Übersetzung "Hoffnung für alle" entnommen.
Gott zeigt Ihnen in seinem Buch den Weg zu einem erfüllten Leben.
A: Drei Dinge sollten Sie wissen
Kapitel 1: Die Bibel
Zuerst sollten Sie grundsätzliche Dinge über die Bibel kennen lernen. In der Bibel finden Sie alle Wahrheiten über Christus und das Evangelium. Der Kurs Ihres geistlichen Lebens wird durch Ihr Verhältnis zur Bibel bestimmt.
Wir werden uns zunächst mit der Form der Bibel beschäftigen. Eigentlich ist es nicht nur ein Buch, sondern eine ganze Bibliothek. Viele Bücher sind in ihr zu einem zusammengefasst.
Der erste Teil wird "Altes Testament", der zweite "Neues Testament" genannt.
Das Alte Testament beschreibt die Zeit vor Jesu Geburt. Die 39 Bücher beginnen mit dem 1. Buch Mose (Genesis) und enden mit dem Buch des Propheten Maleachi.
Das Neue Testament wurde von den Jüngern Jesu und einigen anderen Männern im ersten Jahrhundert verfasst. Das erste Buch ist das Evangelium nach Matthäus, das letzte die Offenbarung des Johannes. Insgesamt umfasst das Neue Testament 27 einzelne Bücher.
Nun betrachten wir die beiden Teile der Bibel genauer.
Das Alte Testament
Das 1. Buch Mose berichtet von der Erschaffung der Welt und der Menschen, dem Sündenfall, von dem Leben und Versagen der ersten Familie, der großen Flut, die die Erde vernichtete, und der Stammesgeschichte der ersten Juden.
Die Geschichte des Volkes Israels bis ungefähr 400 vor Christus finden wir in den Büchern ab 2. Mose bis Esther.
Das Buch Hiob, die Psalmen und Sprüche und das Hohelied drücken tiefste menschliche Gefühle aus und haben einen hohen literarischen Wert. Ihre poetische Schönheit und ihr gedanklicher Tiefgang sind beispiellos. Sie bestehen vorwiegend aus Gedichten, Liedern, philosophischen Erörterungen und Dramen.
Es folgen die Bücher der Propheten Jesaja bis Maleachi. Darin lesen Sie Weissagungen, die die Israeliten betreffen, aber ebenso viele Hinweise auf Jesus und die neutestamentliche Zeit.
Das Neue Testament
Die ersten vier Bücher nennen sich Evangelien. Evangelium bedeutet "Gute Nachricht". Diese Evangelien sind nach ihren Autoren Matthäus, Markus, Lukas und Johannes benannt und berichten über das Leben und Wirken von Jesus Christus, von seiner Geburt bis zum Tod und zur Auferstehung. Von Lukas erfahren Sie auch einige Begebenheiten aus der Jugendzeit von Jesus.
Ausführlich wird über die drei Jahre seines öffentlichen Auftretens berichtet, Heilungen, Totenauferwekkungen und Wunder, Reden von Jesus, Reaktionen der Umwelt ... In den letzten Kapiteln der Evangelien erfahren Sie jeweils alles über Jesu Tod, seine Auferstehung und seine Rückkehr in den Himmel.
Den vier Evangelien folgt die Apostelgeschichte. Sie berichtet über die Erlebnisse der zwölf Apostel und anderer Schüler von Jesus. Darin erfahren Sie auch von den Anfängen der christlichen Gemeinden, ihrem Wachstum und den Missionsreisen der Apostel. Die Hauptperson in den ersten Kapiteln ist Petrus. Im neunten Kapitel lesen wir von der Lebenswende des Paulus. Seine Missionsreisen in nichtjüdische Länder sind ab Kapitel 13 beschrieben.
Nun folgen 17 Briefe verschiedener Autoren an unterschiedliche Kirchen und Personen im römischen Reich. Paulus verfasste die meisten Briefe, Petrus zwei, Johannes drei und Jakobus sowie Judas nur je einen Brief. Die Briefe geben Aufschluss über die Situation der damaligen Christen und Ratschläge wie auch Anweisungen für das Leben als Christ. Biblische Zusammenhänge und Glaubensgrundlagen werden erklärt.
Die Offenbarung ist das letzte Buch der Bibel. Sie berichtet über zukünftige Ereignisse: dem großen Gericht und der neuen Welt.
Das ist, in Kürze, der Inhalt der Bibel.
Nun wenden wir uns der Entstehungsgeschichte der Bibel zu.
Die Bibel stammt aus der Feder von über 40 verschiedenen Autoren in einem Zeitraum von rund 1600 Jahren. Diese Tatsache ist allerdings nebensächlich. Wichtig ist zu wissen, dass die Bibel nicht wie andere Bücher verfasst wurde.
Sie wurde geschrieben von Gläubigen, die von Gottes Geist kontrolliert, geleitet und inspiriert wurden. Die Bibel sagt dazu: "Die ganze Heilige Schrift ist von Gottes Geist eingegeben" (2. Timotheus 3,16). Gott gebrauchte die menschlichen Autoren als seine Werkzeuge. Deshalb wird die Bibel auch "Gottes Wort" genannt.
Sehr bedeutend ist es auch, die Bibel in seiner Gesamtheit als Wort Gottes zu betrachten, nicht nur einzelne Teile. In 2. Petrus 1,21 lesen wir: "Niemals haben sich die Propheten selbst ausgedacht, was sie verkündigen. Immer war es der Heilige Geist, der sie beauftragte und dazu trieb, das auszusprechen, was Gott ihnen eingab."
Diese Tatsache sollten Sie nie vergessen: Die Bibel ist das sichtbare Wort Gottes an die Menschen. Nur in ihr finden Sie Gottes Willen für Ihr Leben. Kein anderes Buch kann die Bibel ersetzen. Denn in der "Heiligen Schrift" wird die menschliche Geschichte von Gottes Blickwinkel aus betrachtet. Zukünftige Ereignisse werden vorhergesagt. Die prophetischen Bücher reden vom Ende dieser Welt, auf der Sie leben, und beschreiben die neue Erde und das ewige Leben. Und nur in der Bibel finden Sie hohe ethische und moralische Werte und soziale Standards, nirgendwo sonst.
Wie jedes andere Buch auch, hat die Bibel ein zentrales Thema. In der Bibel ist es Jesus Christus. Er ist die Hauptfigur. Er ist die Mitte, um den sich alles dreht, der Brennpunkt, auf den sich das Leben fixiert.
Im Alten Testament wird sein Kommen vorhergesagt. Das Neue Testament zeichnet sein Leben und seine Lehre auf. Wenn Sie Jesus Christus aus der Bibel ausklammern, bleibt nur wertloses Papier übrig. Alle Prophezeihungen, historische Ereignisse, Lobreden, menschliche Leiden, Siege über Sünde und Wunder, über die die Bibel berichtet, stehen im direkten Zusammenhang mit Jesus Christus.
Und jetzt kommen wir zum eigentlichen Zweck der Bibel.
Gott zeigt uns in der Bibel seinen Plan, wie er Sie durch Jesus Christus erretten will. Der Weg zu Jesus, wie Sie ihm folgen können, und wie das Leben mit Jesus aussieht, wird einfach, aber ausreichend in diesem Buch beschrieben. Also kann jeder Mensch zu Gott finden und Rettung erfahren.
Wenn Sie etwas anderes erwarten, wenn Sie beispielsweise in der Bibel Anleitung suchen, wie Sie reich oder berühmt werden oder Anerkennung und Kraft bekommen können ..., dann werden Sie enttäuscht. Die Bibel nimmt sich der geistlichen Grundbedürfnisse des menschlichen Lebens an. Die anderen Dinge sind ihr nebensächlich.
An diesem Punkt sollten Sie über die Frage nachdenken:
Wie sieht meine Haltung zur Bibel aus? Sind Sie bereit, Ihr Leben nach Gottes Wort zu richten und Ihre wichtigen Lebensentscheidungen von der Bibel abhängig zu machen?
Es sollte für Sie ganz normal sein, Ihre Gedanken und Handlungen an den Aussagen der Bibel zu messen. Streitigkeiten lösen, Leiden durchstehen, Zweifel klären, richtige Gedanken fassen, Kraft bekommen für Missgeschicke und Missverständnisse ... - alles das finden Sie nur in der Bibel und nirgends sonst.
Wenn Sie bereit sind, von ganzem Herzen an die Bibel als dem lebendigen Wort Gottes zu glauben, treffen Sie eine wichtige Entscheidung. Denn das ist der Anfang eines erfüllten geistlichen Lebens mit Jesus Christus. Über die Bibel lesen Sie in 2. Timotheus 3,16+17: "Sie lehrt uns, die Wahrheit zu erkennen, unsere Schuld einzusehen, uns von Grund auf zu ändern und so zu leben, dass wir vor Gott bestehen können. Sein Wort zeigt uns, wie wir als veränderte Menschen fähig werden, in jeder Beziehung Gutes zu tun."
Kapitel 2: Gott
In diesem Kapitel werden Sie mehr von Gott lernen.
Gibt es einen Gott? Diese Frage haben Sie bestimmt schon gehört und vielleicht sogar selbst viele Male gestellt. Vielleicht ist Ihnen aber das Wort "Gott" auch sehr ver-traut.
Als erstes schauen wir, was uns die Bibel über Gott sagt. Im ersten Kapitel die-ses Bibelkurs lasen Sie, dass alle Wahrheit in der Bibel zu finden ist. In Psalm 14,1 steht: "Menschen, die sich einreden:'Gott gibt es überhaupt nicht!', leben an der Wirklichkeit vorbei." In den dann folgenden Versen werden solche Menschen beschrieben. Der Dichter nennt sie verdorben und ihre Taten wertlos.
Werfen wir einmal einen Blick in die Natur. Wir wissen, dass die Erde rund ist. Die Ozeane schmiegen sich an diese Erde, ohne dass ein Tropfen ihrer Wassermassen hinunterfällt. Oder nehmen Sie die zahllosen Sterne am Himmel. Sie sind größer als unsere Erde und bleiben überall im Weltall in ihrer Position. Wie ausgeklügelt sind die Sonnensysteme um uns. Halten Sie dies alles für ein Produkt des Zufalls - ohne Zutun eines übermenschlichen Schöpfers? Bestimmt nicht!
Oder betrachten Sie sich selbst. Ist es nicht so, dass eine innere Stimme zu Ihnen spricht, wenn Sie etwas Böses getan haben? Sie fühlen sich ertappt und schuldig. Diese Stimme wird allgemein als "Gewissen" bezeichnet. Meinen Sie, diese Stimme in uns sei ein Versehen ohne irgendeinen Zweck?
"Der Himmel verkündet Gottes Größe und Hoheit, das Firmament bezeugt seine großen Schöpfungstaten." (Psalm 19,1). "Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine göttliche Macht und Größe sehen und erfahren können. Deshalb kann sich niemand damit entschuldigen, dass er von Gott nichts gewusst hat." (Römer 1,20).
Ja, es gibt einen Gott.
Nun erfahren Sie etwas über die Natur Gottes.
Gott ist Geist (Johannes 4,24). Das bedeutet, Sie können ihn nicht sehen oder berühren. Er hat keinen Körper wie Sie. Er ist auch nicht begrenzt durch Zeit und Raum. Er ist jetzt gerade bei Ihnen, während Sie diesen Bibelkurs durcharbeiten, und gleichzeitig an anderen Orten, vielleicht zehntausende von Kilometern entfernt. Er war da, als Ihre Ururgroßeltern lebten, er ist heute bei Ihnen und wird bei Ihren Kindern und Enkeln sein. Er ist unveränderlich.
Gott ist eine Person. Er hat Verständnis für Ihre Gefühle, Ihre Trauer oder Freude, Ihr Denken. Manche Menschen meinen, Gott sei kalt und unpersönlich, er regiere hoch über ihren Köpfen und habe keine Beziehung zu ihnen oder ihrem täglichen Leben. Diese Vorstellung ist falsch. Gott kennt Fühlen und Wollen. Er versteht Ihre Gefühle, kennt Ihre Gedan-ken und wünscht stets nur das Beste für Sie.
Gott allein ist der wahre Gott. Es gibt keine anderen Götter außer ihm. "Es gibt nur einen einzigen Gott...." (1. Timotheus 2,5).
Sie haben soeben gelesen, dass Gott Geist, Person und der einzige wahre Gott ist. Jetzt lernen Sie die Merkmale und Eigenschaften Gottes kennen.
Gott ist überall." Ich bin nicht nur der Gott in eurer Nähe, sondern auch der ferne Gott, über den ihr nicht verfügt. Meint ihr, jemand könnte sich so vor mir verstecken, daß ich ihn nicht mehr sehe? Ich bin es doch, der den Himmel und die Erde erfüllt, ich der Herr!" (Jeremia 23,23+24). Das sagt Gott durch den Propheten Jeremia über sich selbst.
Gott weiß alles. "Gott durchschaut alles; er sieht, wenn Menschen Gutes oder Böses tun." (Sprüche 15,3) Das bedeutet, er weiß alles über Sie. Jeder noch so kleine Gedanke, den Sie im Innersten Ihres Herzens verstecken, ist ihm bekannt.
Gott ist nichts unmöglich. Er ist allmächtig. Jesus, der Sohn Gottes, sagte: "Bei Gott ist alles möglich!" (Matthäus 19,26).
Gott ist ewig. Er ist nicht begrenzt durch Zeit. Er existiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. "Ja, bevor die Berge geboren wurden, noch bevor Erde und Weltall unter Wehen entstanden, warst du, o Gott. Du bist ohne Anfang und Ende." (Psalm 90,2).
Gott ist unveränderlich. Menschen verändern sich ständig durch Verhältnisse, Umstände und Umgebungen. Gott nicht. "Ich, der Herr, habe mich nicht verändert", sagt Gott durch den Propheten Maleachi in Kapitel 3,6.
Gott ist heilig. In ihm ist keine Sünde, Bosheit, Korruption oder Unwahrheit. "Gott verabscheut die Lebensweise der Menschen, die ihn missachten ... böse Pläne sind dem Herrn verhasst ..." (Sprüche 15,9+26). "Eure Schuld sie steht wie eine Mauer zwischen euch und eurem Gott!" (Jesaja 59,2). Gott kann keine Sünde zwischen ihm und uns erlauben, denn er ist heilig.
Gott ist gerecht. Er ist unparteiisch. Seine Urteile sind richtig. "Herr, auf dich kann man sich verlassen, und alles, was du beschließt, ist richtig." (Psalm 119,137)
Gott ist Liebe. Das ist der wohl wichtigste Punkt in der Charakteristik Gottes, so weit es Ihr tägliches Leben und die praktische Anwendung des christlichen Glaubens in Ihrem Leben betrifft. Wenn man weiß, dass Gott allmächtig, heilig, gerecht und ewig ist, kann es leicht passieren, dass man Furcht vor Gott empfindet, da man sich überdeutlich seiner eigenen Unzulänglichkeit bewusst wird. "Ich weiß wohl, dass der Mensch von Natur aus nicht gut ist..." schreibt der Apostel Paulus in seinem Brief an die Römer in Kapitel 7,18. Wenn Sie aber wissen, dass Gott auch Liebe ist, löst das dann nicht sofort Vertrauen zu ihm aus?
Er liebt Sie so sehr, dass er seinen eigenen Sohn stellvertretend für Sie sterben ließ, damit Ihnen Ihre Sünden vergeben werden können.
Er liebte Sie schon, bevor Sie geboren wurden. Er liebt Sie jetzt. Er liebt Sie immer. Er sorgt für Sie. Er möchte, dass Sie mit al-len Schwierigkeiten und Problemen zu ihm kommen, weil er Ihnen helfen will und kann. Er möchte, dass es Ihnen gutgeht.
Weil Gott Liebe ist, bietet er Ihnen die besten Dinge für Ihr Leben an. Weil er Sie liebt, möchte er Freude und Glück mit Ihnen teilen. Weil Gott Sie liebt, beantwortet er Ihre Gebete.
Gottes Liebe zu Ihnen ist rein, selbstlos und alles umfassend. Sie verdienen seine Zuneigung nicht, denn von Natur aus rebelliert die menschliche Natur gegen Gott. Sich selbst überlassen, würden Sie in Ihren Sünden sterben. Gott liebt Sie nicht, weil Sie es verdient haben oder irgend etwas Besonderes geleistet haben, sondern eben nur, weil Gott Sie liebt.
Wenn Sie wissen, dass jemand Sie so sehr liebt, möch-ten Sie doch gerne im Einklang mit seinen Wünschen und Vorstellungen leben.
Das ist die richtige Art und Weise, ein geistliches Leben zu führen, das Sie in Jesus Christus finden.
"...Gott ist Liebe." (1. Johannes 4,8). Das ist es, was Gott ist.
Er ist es, der Sie von Ihren Sünden befreit, wenn Sie Jesus, seinen Sohn, als persönlichen Erretter akzeptieren. Und er ist es, der Ihnen ewiges Leben durch Jesus Christus schenkt. Es ist dieser Gott, zu dem Sie dann gehören - als sein Kind.
Nachdem Sie nun wissen, wer Gott ist und wie er ist, betrachten wir am Ende dieses Kapitels eine Tatsache, die nur schwer zu begreifen und zu erklären ist.
Es ist richtig, dass es nur einen Gott gibt. Aber dieser eine Gott zeigt sich uns auf dreierlei Weise - als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Der Begriff, den wir dafür gebrauchen, ist "Dreieinigkeit" oder auch "Dreifaltigkeit".
Die Bibel sagt dazu: "... Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und unserem Herrn Jesus Christus!" (Römer 1,7) und "Von dem Sohn aber heißt es: Gott, deine Herrschaft bleibt immer und ewig bestehen." (Hebräer, 1,8). Jesus sagt im Johannesevangelium, Kapitel 14,16: "Ich werde den Vater bitten, dass er an meiner Stelle jemanden zu euch senden soll, der euch helfen wird und euch nie verlässt." In einer Begebenheit der Apostelgeschichte, Kapitel 5,3+4 lesen wir: "Warum hast du es zugelassen, dass der Satan von dir Besitz ergreift? Warum hast du den Heiligen Geist betrogen ... Du hast nicht Manschen betrogen, sondern Gott selbst."
Wenn Sie diese Bibelstellen sorgfältig lesen, werden Sie feststellen, dass sowohl der Vater, wie auch der Sohn und der Heilige Geist alle "Gott" genannt werden. Das ist die Dreieinigkeit. Die Bibel benutzt diesen Begriff nicht, aber spricht klar von Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Dazu noch einige Bibelstellen: "Als Jesus wieder aus dem Wasser stieg, öffnete sich der Himmel über ihm, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabschweben und auf sich kommen. Gleichzeitig sprach eine Stimme vom Himmel:'Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Freude habe! Ihn habe ich erwählt." (Matthäus 3,16+17).
"Geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen in meine Nachfolge! Tauft sie und führt sie hinein in die Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist! Lehrt sie, so zu leben, wie ich es euch aufgetragen habe." (Matthäus 28,19+20).
"Ich wünsche euch, dass die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes euer Leben bestimmen." (2. Korinther 13,14).
Damit beenden wir unsere ersten Studien über Gott.
Kapitel 3: Menschen
In dem letzten Kapitel der ersten Lektion machen wir uns Gedanken über die menschliche Art. Auch hier muss die Bibel das letzte Wort behalten und nicht unser eigenes Urteil, Wissen und Wunschdenken.
Zuerst gehen wir kurz auf die uralte Frage ein "Woher kommt die Menschheit?" Dazu gibt es zwei verschiedene Ansichten: einmal die von Menschen und dann die Aufzeichnungen der Bibel.
Einige Wissenschaftler meinen, die Menschen seien Produkte natürlicher Entwicklung, d.h. wir haben uns von einer niedrigen Lebensform im Laufe der Jahre zu Menschen entwickelt. Die Bibel spricht dagegen von einem Schöpfungsakt Gottes. Alles geschah nicht durch Zufall, sondern entstand zu einem bestimmten Zweck.
Gott erfreute sich an seiner Schöpfung: "Gott betrachtete alles, was er geschaffen hatte, und es war sehr gut!" (1. Mose 1,31). Den Menschen erschuf er zuletzt, unabhängig von allen anderen Lebewesen der Welt . Er spricht von ihnen als von Menschen, die zu ihm gehören und die er zu seiner Ehre geformt und geschaffen hat. "Sie alle gehören zu dem Volk, das meinen Namen trägt. Ich habe sie zu meiner Ehre geschaffen, ja, ich habe sie gemacht." (Jesaja 43,7). So die Darstellung Gottes!
Nach der Erschaffung gab Gott den Menschen zwei Sonderrechte.
Zum einen sollte der Mensch über die ganze Erde herrschen. "Er soll über die ganze Erde verfügen: über die Tiere im Meer, am Himmel und auf der Erde." (1. Mose 1,26). Zum anderen gab er dem Menschen das Recht, frei zu entscheiden. Sie waren keine Roboter oder Sklaven ohne eigenen Willen und Initiative. Sie konnten wählen zwischen Gut und Böse, weil sie als Ebenbild Gottes gemacht wurden.
Vielleicht überrascht es Sie zu hören, dass wir, trotz unserer Sünde und Unvollkommenheit, als ein Abbild von Gott geschaffen wurden. Die Bibel sagt: "Gott sagte: Lasst uns Menschen machen, unser Ebenbild, das uns ähnlich ist ... So schuf Gott den Menschen als sein Ebenbild, als Mann und Frau schuf er sie." (1, Mose 1,26+27). Genau das ist der Punkt, der uns von den anderen Lebewesen, z.B. von Vögeln, Tieren und Fischen, unterscheidet. Gott gab uns einen eigenen Willen, Intelligenz, Gefühle und die Fähigkeit zu denken.
Das bringt uns zum zweiten Thema: "Wie sind die Menschen?". Wir haben gesehen, dass den Menschen die Wahlmöglichkeit mitgegeben wurde. Wollen wir uns die Frage stellen: "Welche Wahl trafen die ersten Menschen?"
Wir lesen dazu 1. Mose 3,1-19: "Die Schlange war listiger als alle anderen Tiere, die Gott, der Herr, gemacht hatte. "Hat Gott wirklich gesagt, dass ihr von keinem Baum die Früchte essen dürft?" fragte sie die Frau. "Natürlich dürfen wir"; antwortete die Frau, "nur von dem Baum in der Mitte des Gartens nicht. Gott hat gesagt: Esst nicht von seinen Früchten, ja - berührt sie nicht einmal, sonst müsst ihr sterben!" "Unsinn! Ihr werdet nicht sterben", widersprach die Schlange, "aber Gott weiß: Wenn ihr davon esst, werden eure Augen geöffnet - ihr werdet sein wie Gott und wissen, was Gut und Böse ist." Die Frau schaute den Baum an. Er sah schön aus! Seine Früchte wirkten verlockend, und klug würde sie davon werden! Sie pflückte eine Frucht, biss hinein und reichte sie ihrem Mann, und auch er aß davon. Plötzlich gingen beiden die Augen auf, uns ihnen wurde bewusst, dass sie nackt waren. Hastig flochten sie Feigenblätter zusammen und machten sich einen Lendenschurz. Am Abend, als ein frischer Wind aufkam, hörten sie wie Gott, der Herr, im Garten umherging. Ängstlich versteckten sie sich vor ihm hinter den Bäumen. Aber Gott rief: "Adam, wo bist du?" Adam antwortete: "Ich hörte dich im Garten und hatte Angst, weil ich nackt bin. Darum habe ich mich versteckt." "Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist?" fragte Gott. "Hast du etwa von den verbotenen Früchten gegessen?" "Ja", gestand Adam, "aber die Frau, die du mir gegeben hast, reichte mit eine Frucht - deswegen habe ich davon gegessen!" "Warum hast du das getan?" wandte der Herr sich an die Frau. "Die Schlange hat mich dazu verführt!" verteidigte sie sich ...... Dann wandte Gott sich zur Frau: "Du wirst viel Mühe haben in der Schwangerschaft. Unter Schmerzen wirst du deine Kinder zur Welt bringen. Du wirst dich nach deinem Mann sehnen, aber er wird dein Herr sein!" Zu Adam sagte er: "Deiner Frau zuliebe hast du mein Verbot missachtet. Deshalb soll der Ackerboden verflucht sein! Dein ganzes Leben lang wirst du dich abmühen, um dich von seinem Ertrag zu ernähren. Du bist auf ihn angewiesen, um etwas zu essen zu haben, aber er wird immer wieder mit Dornen und Disteln übersät sein. Du wirst dir dein Brot mit Schweiß verdienen müssen, bis du stirbst. Dann wirst du zum Erdboden zurückkehren, von dem ich dich genommen habe. Denn du bist Staub von der Erde, und zu Staub musst du wieder werden."
Lesen Sie langsam und sorgfältig den Text und lassen Sie das Bild, das Ihnen hier gemalt wird, an Ihrem inneren Auge vorüber gehen. Dann werden sie die Antwort auf die Fragen "Welche Wahl trafen die ersten Menschen?" und "Wie sind die Menschen?" finden. Verstehen Sie, was gemeint ist? Wenn nicht, lesen sie den Text noch einmal.
Die Bibel stellt eindeutig fest, dass die erste Wahl der Menschen die Sünde war. Bei der ersten Versuchung entschieden sie sich gegen Gottes Gebot. Sie legten keinen Wert darauf, dass Gott für Sie das Beste vorsah. Nein, sie wollten selbst entscheiden. Die Folge war, dass sie sich vor Gottes Gegenwart fürchteten. Tun wir Menschen von heute nicht genau dasselbe?
Was geschah dann? Der Tod kam als Ergebnis der Sünde in das Leben der Menschen - so wie es Gott vorher gesagt hatte. Gott ist heilig und kann deshalb keine Sünde zulassen. Er muss Sünde verurteilen. Seit diesem ersten Fall von Sünde, werden alle Menschen in Sünde geboren. Der Tod bestimmt unser Leben. "Seit mein Leben im Leib meiner Mutter begann, liegt Schuld auf mir; von Geburt an bestimmt die Sünde mein Leben." (Psalm 51,7).
Nun müssen wir uns eine weitere Frage stellen: "Wohin gehen die Menschen?", mit anderen Worten: "Wo ist unser Endziel?" Wir haben bereits gesehen, dass die Menschen sündigten und das Resultat der Tod ist. Das ist das Schicksal aller Menschen, Sie und ich eingeschlossen. Die Bibel sagt: "Die Sünde wird mit dem Tod bezahlt ..." (Römer 6,23). Aber derselbe Vers sagt auch: "Gott schenkt uns in der Gemeinschaft mit Jesus Christus, unserem Herrn, das ewige Leben ...". Darüber werden Sie in der nächsten Lektion mehr erfahren.
Bevor Sie jedoch die nächste Lektion beginnen, finden Sie einige Behauptungen, die Sie auf ihre Richtigkeit kontrollieren sollten. Antworten Sie einfach mit JA oder NEIN und begründen Sie Ihre Antwort. Denn Sie sollten die richtige Antwort nicht allein wissen, sondern auch den Grund dafür kennen. - Die Lösungen finden Sie ganz am Ende des Bibelkurses. So können Sie sich selber überprüfen, wie viel Sie von der ersten Lektion verstanden haben.
Antworten überprüfen
B Drei Dinge sollten Sie glauben
Kapitel 1: Sünde
Im dritten Kapitel der letzten Lektion betrachteten wir die Menschheit. Wir sahen, wie die Menschen erschaffen wurden, wie sich Gott an den Menschen erfreute, die er zu seinem Ebenbild erschaffen hatte, wie sich die ersten Menschen für die Sünde entschieden und schließlich der Tod als Folge der Sünde eintrat.
In diesem Kapitel werden wir uns eingehender mit der Sünde befassen, die den tragischen Fall der menschlichen Rasse verursachte und den Tod brachte. Ohne genaue Kenntnis der Sünde ist es unmöglich, die Errettung durch Jesus Christus in ihrer ganzen Tragweite zu verstehen. Überall in der Bibel stoßen wir auf das Wort Sünde und Sünden.
Eins müssen wir zunächst klarstellen: Wenn von Sünde die Rede ist, meinen wir nicht bloß Dinge wie z.B. stehlen, betrügen und töten, obwohl diese Untaten natürlich Sünden sind. Vielmehr gehen wir hier auf die grundlegende Macht der Sünde (Einzahl) ein, die uns dazu treibt, Sünden (Mehrzahl) zu begehen. Wir betrachten also die Ursache und nicht die Auswirkungen.
Also: Was ist Sünde?
Sünde ist die Unfähigkeit, Gottes Anspruch gerecht zu werden. "Darin sind die Menschen gleich: Alle sind Sünder und haben nichts aufzuweisen, was Gott gefallen könnte" (Römer 3,23). Das bedeutet, dass alle Menschen Sünder sind, die dem heiligen Ideal Gottes nicht entsprechen. Gott, der selber absolut perfekt ist, stellt dementsprechend perfekte Ansprüche in jedem Bereich: an Gedanken, Taten, Worte, im Grunde genommen, an das ganze Leben selbst. Alles, was diesem Standard nicht entspricht, ist Sünde.
Sünde bricht Gottes Gebote. Nicht nur, dass wir unfähig sind, Gottes Standard einzuhalten, wir brechen immer wieder seine Gebote. Gott hat uns ganz bestimmte Regeln gegeben, die wir beachten sollen und die uns letztlich auch glücklich machen. Da wir uns in dieser Hinsicht immer wieder schuldig machen, bleibt wirkliche Freude aus.
Sünde ist alles Böse - in Gedanken, Worten und Taten. "Wie ihr wisst, heißt es im Gesetz: 'Du sollst nicht die Ehe brechen!' Ich sage euch aber: Schon wer eine Frau mit begehrlichen Blicken ansieht, der hat im Herzen mit ihr die Ehe gebrochen" (Matthäus 5,27+28).
Sünde ist, wenn Sie Gutes tun könnten und es doch nicht tun. Gewöhnlich glauben wir, dass, wenn wir nichts Böses tun und bestimmte (anrüchige) Plätze meiden, alles in bester Ordnung ist. Aber Christsein ist keine Religion, die nur aus "tu das nicht" oder "unterlasse jenes" besteht, sondern von aktivem Tun gekennzeichnet ist. Gottes Wort fordert uns auf, Gutes zu tun. Es ist nicht genug, bloß Böses zu vermeiden. "Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist es Sünde" (Jakobus 5,17 Luther-Übersetzung)
Fassen wir einmal zusammen: Die Unfähigkeit,
- Gottes Standard zu erreichen,
- alle bösen Gedanken und Taten,
- das Gute, das Sie tun könnten, aber nicht tun,
das ist nach den Aussagen der Bibel Sünde. Aber das ist noch nicht alles. Sie lesen in Jakobus 2,10: "Es hilft dann nichts, wenn ihr alle anderen Gebote Gottes genau einhaltet. Wer nämlich auch nur gegen ein einziges seiner Gebote verstößt, der hat das ganze Gesetz übertreten."
Mit chen, niemals enkt stellt sich jeder automatisch die Frage: Wer ist denn dann kein Sünder? Tatsächlich, wer nicht? Das ist auch der Grund, weshalb die Bibel sagt: "Alle haben gesündigt" (Römer 3,23) und "Es gibt keinen, auch nicht einen einzigen, der ohne Sünde ist" (Römer 3,10). Der familiäre Hintergrund, die schulische Ausbildung, die soziale und wirtschaftliche Situation, Talente und Fähigkeiten, Alter, Erfahrung und Ansehen sind dabei völlig unwichtig. Die Tatsache "Jeder ist ein Sünder" bleibt bestehen. Glauben Sie, dass es eine einzige Person auf der Welt gibt , die nicht der Sünde schuldig geworden ist?
Also, jeder Mensch, Sie und ich eingeschlossen, haben vor Gott gesündigt. Unser Urteil ist der Tod. Ist das das letzte Wort? Ist damit die Angelegenheit erledigt? Schließlich haben Sie im 2. Kapitel der Lektion A gelernt, dass Gott Liebe ist. Wie kann dann Gott zulassen, dass Sie sterben und in die Hölle wandern, ohne dass er Mitleid hat und etwas dagegen tut?
Kapitel 2: Jesus Christus
Wir haben festgestellt, wie hoffnungslos und tragisch der Zustand des Menschen ist wegen der Sünde. Es ist absolut unmöglich für uns, uns selbst von unsrer sündigen Natur und ihren Folgen zu befreien. Aber die Bibel sagt: "Gott schenkt uns in der Gemeinschaft mit Jesus Christus, unserem Herrn, das ewige Leben, das schon jetzt beginnt und niemals aufhört" (Römer 6,23). Was bedeutet das?
Es bedeutet: Gott hat uns einen Ausweg aus unserem hilflosen und hoffnungslosen Zustand geöffnet. Nicht weil wir irgend etwas getan hätten, um diese Hilfe zu verdienen, sondern weil Gott Liebe ist. Seine Liebe ist für unsern Verstand eigentlich unbegreiflich. Gott opferte sich selbst. "Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben" (Johannes 3,16). Gottes Liebe gab seinen "einzigen" Sohn für uns her. Jesus Christus ist nicht irgendein Religionsgründer. Er ist auch nicht bloß ein bedeutender moralischer Reformator oder hervorragender Philosoph. Er ist nicht nur ein großer, bekannter Mensch neben vielen anderen in der Geschichte. Jesus Christus ist der Sohn Gottes. Er ist selber Gott.
Gehen wir zurück zur Bibel, um eine abschließende Antwort zu bekommen. "Durch ihn wurde alles geschaffen. Nichts ist ohne ihn geworden" (Johannes 1,3). Und: "...Ich bin der Erste und der Letzte, und ich bin der Lebendige. Ich war tot, doch nun lebe ich für immer und ewig." (Offenbarung 1, 17+18). Oder: "Jesus Christus ist und bleibt derselbe" (Hebräer 13,8). "Christus ist das Abbild des Vaters; in ihm wird der unsichtbare Gott für uns sichtbar. Vor Beginn der Schöpfung war er da. Durch ihn ist alles erschaffen, was im Himmel und auf der Erde ist, alles Sichtbare und Unsichtbare, alle Königreiche und Mächte, alle Herrscher und Gewalten. Alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen" (Kolosser 1, 15+16). "Ich weiß genau, wer du bist: der Sohn Gottes" (Markus 1,24). Zum Schluss noch ein Wort von Jesus selbst: "Ich und der Vater sind eins" (Johannes 10,30).
Bitte lesen Sie nicht weiter, bevor Sie die Wahrheit dieser Verse richtig in sich aufgenommen haben. Lesen Sie sie mehrfach und denken Sie darüber nach, um die tiefe Bedeutung dieser Bibelstellen zu verstehen.
Sein Leben und Wirken
Jesus Christus, der Sohn Gottes, wurde von einer Jungfrau namens Maria vor ungefähr 2000 Jahren in der kleinen Stadt Bethlehem im Land Israel geboren. Das belegen die folgenden Bibelstellen:
"Eine Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn bekommen. Den wird man Immanuel nennen. Das bedeutet: 'Gott ist mit uns!'" (Matthäus 1,23)
"Der Engel antwortete ihr: ‚Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft Gottes wird sich an dir zeigen. Darum wird dieses Kind auch heilig sein und Sohn Gottes genannt werden.'" (Lukas 1,35)
Nach seiner Kindheit arbeitete Jesus bis zum Alter von etwa 30 Jahren als Zimmermann. In den darauffolgenden dreieinhalb Jahren zog er durch das Land Israel und lehrte die Menschen, wie sie errettet werden können, um ins Reich Gottes zu kommen. Er tat viele Wunder, heilte Kranke und holte sogar Tote ins Leben zurück. Seine Lehre war neu, kraftvoll und voll Autorität (Wenn Sie eine Bibel besitzen, lesen sie dazu Matthäus 5). Jesus tröstete die Trauernden, aß mit Sozialschwachen, half Armen, gab Mutlosen neue Hoffnung - und vergab die Sünden der Menschen.
Die folgenden Bibeltexte sind dafür gute Beispiele für Jesu Worte und Taten:
"Ein Leprakranker fiel vor Jesus nieder: ‚Herr, wenn du willst, kannst du mich heilen!' Jesus berührte den Mann und sagte: ‚Ich will's tun! Sei gesund!' Im selben Augenblick war der Mann von seiner Krankheit geheilt." (Matthäus 8,2-3)
"Er stieg in ein Boot und fuhr mit seinen Jüngern weg. Mitten auf dem See brach plötzlich ein gewaltiger Sturm los, so dass die Wellen ins Boot schlugen. Aber Jesus schlief. Da weckten ihn die Jünger und riefen voller Angst: ‚Herr, hilf uns, wir gehen unter!' Jesus antwortete: ‚Warum habt ihr Angst? Habt doch mehr Vertrauen zu mir!' Dann stand er auf und bedrohte den Wind und die Wellen. Sofort legte sich der Sturm, und der See lag still da. Alle fragten sich voller Staunen: ‚Was ist das für ein Mensch? Selbst Wind und Wellen gehorchen ihm!' Jesus stieg in ein Boot und fuhr über den See zurück nach Kapernaum, wo er wohnte." (Matthäus 8,23-27)
"Dort brachten sie auf einer Tragbahre einen Gelähmten zu ihm. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Kranken: ‚Habe keine Angst! Deine Sünden sind dir vergeben.' - ‚Dieser Gotteslästerer!' entsetzten sich einige Schriftgelehrte. Jesus durchschaute sie und fragte: ‚Warum habt ihr so böse Gedanken? Was ist leichter - zu sagen: 'Deine Sünden sind dir vergeben!' oder diesen Mann zu heilen? Aber ich will euch zeigen, dass der Menschensohn die Macht hat, schon jetzt Sünden zu vergeben!' Und er sagte zu dem Gelähmten: ‚Steh auf, nimm deine Tragbahre und geh nach Hause!' Da stand der Kranke auf und ging nach Hause. Die Menschen erschraken, als sie das sahen. Sie lobten Gott, der einem Menschen so große Macht gegeben hatte." (Matthäus 9,2-4)
"Einige Leute kamen aus dem Haus des Jairus gelaufen und riefen: ‚Deine Tochter ist tot. Es hat keinen Zweck mehr, den Meister zu holen.' Jesus hörte das und sagte zu Jairus: ‚Verzweifle nicht! Verlass dich ganz und gar auf mich!' Er wies die Menschen zurück, die ihm folgen wollten. Nur Petrus, Jakobus und Johannes durften ihn begleiten. Als sie im Hause des Jairus ankamen, sah Jesus die vielen Menschen und hörte ihr Weinen und Jammern. ‚Weshalb macht ihr solchen Lärm?' fragte er sie. ‚Warum weint ihr? Das Kind ist nicht tot, es schläft nur.' Das fanden die Leute so unsinnig, dass sie spöttisch lachten. Er schickte sie alle weg; nur die Eltern und seine drei Jünger gingen mit zum Bett des Mädchens. Dann fasste er die Tochter des Jairus bei der Hand und sagte: ‚Steh auf, mein Kind!' Da stand das zwölfjährige Mädchen auf und lief im Zimmer umher. Ihre Eltern waren fassungslos. Sie wussten nicht, was sie sagen sollten. Jesus verbot ihnen aber nachdrücklich, anderen davon zu erzählen. ‚Und nun gebt dem Kind etwas zu essen!' sagte er." (Markus 5,35-43)
"Dann kamen Jesus und seine Jünger nach Jericho. Als sie die Stadt wieder verlassen wollten, folgte ihnen eine große Menschenmenge. Am Weg saß ein Blinder und bettelte. Es war Bartimäus, der Sohn des Timäus. Als er hörte, dass es Jesus von Nazareth war, der vorbeikam, begann er laut zu rufen: ‚Jesus, du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!' - ‚Halt den Mund!' riefen ärgerlich die Leute. Aber er schrie nur um so lauter und immer wieder: ‚Du Sohn Davids, habe doch Mitleid mit mir!' Jesus blieb stehen: ‚Ruft ihn her zu mir.' Ein paar von den Leuten liefen zu dem Blinden und sagten zu ihm: ‚Du hast es geschafft. Komm mit! Jesus ruft dich.' Vor Aufregung ließ Bartimäus seinen Mantel liegen, sprang auf und kam zu Jesus. ‚Warum hast du nach mir gerufen?' fragte ihn Jesus. ‚Herr, ich möchte sehen können!' Darauf antwortete Jesus: ‚Geh! Dein Glaube hat dich geheilt.' Sofort konnte der Blinde sehen, und er ging mit Jesus." (Markus 10,46-52)
"Am Sabbat lehrte Jesus in einer Synagoge. An dem Gottesdienst nahm auch eine Frau teil, die seit achtzehn Jahren schwer behindert war und sich nicht mehr aufrichten konnte. Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich: ‚Frau, du sollst von deinem Leiden erlöst sein!' Segnend legte er seine Hände auf sie. Da richtete sie sich auf und dankte Gott von ganzem Herzen. Aber der Vorsteher der Synagoge entrüstete sich darüber, dass Jesus die Frau am Sabbat geheilt hatte. ‚Die Woche hat sechs Arbeitstage. An denen könnt ihr kommen und euch heilen lassen, aber nicht ausgerechnet am Sabbat', ereiferte er sich. Doch Jesus erwiderte ihm: ‚Ihr Heuchler! Ihr bindet doch eure Ochsen und Esel auch am Sabbat los und führt sie zur Tränke. Und mir verbietet ihr, diese Frau am Sabbat aus der Knechtschaft Satans zu befreien! Achtzehn Jahre lang war sie krank. Gehört sie nicht auch zu Gottes auserwähltem Volk?' Darauf konnten seine Feinde nichts erwidern. Aber alle anderen freuten sich über die wunderbaren Taten Jesu." (Lukas 13,10-17)
"Jesus benutzte wieder ein Gleichnis, um es ihnen zu erklären: ‚Wenn du hundert Schafe hast, und eins läuft weg, lässt du dann nicht die neunundneunzig allein zurück, um das verlorene zu suchen, bis du es gefunden hast? Glücklich wirst du es dann auf deinen Schultern nach Hause tragen und deinen Freunden und Nachbarn zurufen: 'Kommt her, freut euch mit mir, ich habe mein Schaf wiedergefunden!' So wird man sich auch im Himmel über einen verlorenen Sünder, der zu Gott umkehrt, mehr freuen als über neunundneunzig andere, die es nicht nötig haben, Buße zu tun.'" (Lukas 15,3-7)
"Jesus verließ die Stadt und ging zum Ölberg. Aber schon am nächsten Morgen war er wieder im Tempel. Viele Menschen drängten sich um ihn. Er setzte sich und begann, sie zu unterrichten. Da schleppten die Schriftgelehrten und Pharisäer eine Frau heran, die beim Ehebruch ertappt worden war, stießen sie in die Mitte, damit jeder sie sehen konnte, und sagten zu Jesus: ‚Diese Frau wurde beim Ehebruch überrascht. Wenn wir das Gesetz des Mose befolgen wollen, müssen wir sie steinigen. Was meinst du dazu?' Das war eine Fangfrage. Sie suchten nämlich nach einem Anlass, um Jesus anklagen zu können. Aber Jesus schien gar nicht auf ihre Frage zu achten; er bückte sich und schrieb mit seinem Finger auf die Erde. Als sie hartnäckig nach einer Erklärung verlangten, richtete er sich auf und sagte: ‚Nun, dann steinigt sie! Aber den ersten Stein soll der werfen, der selbst noch nie gesündigt hat!' Dann bückte er sich wieder und schrieb weiter auf die Erde. Als erstes gingen die Ankläger. Dann schlichen sich auch alle übrigen stillschweigend davon - einer nach dem andern. Schließlich war Jesus mit der Frau allein. Da stand er auf und fragte sie: ‚Wo sind jetzt deine Ankläger? Hat dich denn keiner verurteilt?' - ‚Nein, Herr', antwortete sie. ‚Dann will ich dich auch nicht verurteilen', entgegnete ihr Jesus. ‚Geh, aber sündige nicht noch einmal!'" (Johannes 8,1-11)
Unterwegs sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war. ‚Herr', fragten die Jünger, ‚wer ist schuld daran, dass dieser Mann blind ist? War es seine eigene Schuld oder die Sünde seiner Eltern?' -‚Weder er selbst ist schuld daran noch seine Eltern', antwortete Jesus. ‚Er ist blind, weil an ihm die Macht Gottes sichtbar werden soll. Ich muss die Aufgaben, die Gott mir gegeben hat, erfüllen, solange es Tag ist. Bald kommt die Nacht, in der niemand mehr etwas tun kann. Doch solange ich in der Welt bin, werde ich für diese Welt das Licht sein.' Er spuckte auf die Erde, rührte daraus einen Brei und strich den auf die Augen des Blinden. Dann forderte er ihn auf: ‚Geh jetzt zum Teich Siloah, und wasche dich dort.' - Der Blinde ging hin, wusch sich, und als er zurückkam, konnte er sehen. Seine Nachbarn und andere Leute, die ihn als blinden Bettler kannten, fragten erstaunt: ‚Ist das nicht der Mann, der immer an der Straße saß und bettelte?' Einige meinten: ‚Er ist es.' Aber andere konnten es einfach nicht glauben und behaupteten: ‚Das ist unmöglich! Er sieht ihm nur sehr ähnlich.' - ‚Doch, ich bin es', bestätigte jetzt der Mann selbst. Da fragten sie ihn: ‚Wieso kannst du denn plötzlich sehen?' Er berichtete: ‚Ein Mann, er heißt Jesus, hat mir einen Brei auf die Augen gestrichen. Dann schickte er mich zum Teich Siloah. Dort sollte ich den Brei abwaschen. Das habe ich getan. Und jetzt kann ich sehen!' - ‚Wo ist denn dieser Jesus?' fragten sie weiter. ‚Das weiß ich nicht', gab er ihnen zur Antwort." (Johannes 11,,1-12)
"Lazarus, der in Bethanien wohnte, war schwer erkrankt. In diesem Dorf wohnten auch seine Schwestern Maria und Martha. (Maria war es gewesen, die mit kostbarem Salböl die Füße des Herrn übergossen und sie mit ihrem Haar getrocknet hatte.) Weil ihr Bruder Lazarus so krank war, ließen die beiden Schwestern Jesus die Nachricht zukommen: ‚Herr, dein Freund Lazarus ist schwer erkrankt!' Als Jesus das hörte, sagte er: ‚Diese Krankheit führt nicht zum Tode, sondern durch sie soll die Macht Gottes sichtbar werden, und der Sohn Gottes wird dadurch verherrlicht.' Jesus hatte Martha, ihre Schwester Maria und Lazarus lieb. Aber obwohl er nun wusste, dass Lazarus schwerkrank war, wartete er noch zwei Tage. Erst danach sagte er zu seinen Jüngern: ‚Wir wollen wieder nach Judäa gehen.' Doch seine Jünger wandten ein: ‚Herr, vor kurzem haben deine Feinde in Judäa versucht, dich umzubringen. Und jetzt willst du wieder dorthin?' Jesus antwortete: ‚Zwölf Stunden am Tag ist es hell. Wer sicher laufen will, muss diese Zeit nutzen; denn nur bei Tageslicht sieht er den Weg. Wer nachts unterwegs ist, wird sich in der Dunkelheit verirren.' Nachdem er das seinen Jüngern gesagt hatte, meinte er: ‚Unser Freund Lazarus schläft jetzt, aber ich will hingehen und ihn aufwecken!' - ‚Wenn er schläft, wird er bald wieder gesund sein', erwiderten die Jünger. Sie glaubten nämlich, Jesus hätte vom gewöhnlichen Schlaf gesprochen, aber er redete vom Tod des Lazarus. Deshalb sagte er ihnen jetzt: ‚Lazarus ist tot! Doch euretwegen bin ich froh, dass ich nicht bei ihm gewesen bin. Denn jetzt könnt ihr lernen, was Glauben heißt. Wir wollen jetzt gemeinsam zu ihm gehen!' ‚Ja', sagte Thomas - den man auch den Zwilling nannte - zu den anderen Jüngern, ‚wir wollen mit Jesus nach Judäa gehen und dort mit ihm sterben.' Als sie in Bethanien ankamen, lag Lazarus schon vier Tage im Grab. Bethanien ist nur wenige Kilometer von Jerusalem entfernt. Deswegen waren viele Juden zu Maria und Martha gekommen, um die beiden Schwestern zu trösten. Als Martha hörte, dass Jesus auf dem Wege zu ihnen war, lief sie ihm entgegen. Maria aber blieb zu Hause. Traurig sagte Martha zu Jesus: ‚Herr, wärst du hier gewesen, würde mein Bruder noch leben. Aber auch jetzt weiß ich, dass Gott dir alles geben wird, worum du ihn bittest.' ‚Dein Bruder wird wieder leben!' versicherte ihr Jesus. ‚Ja, ich weiß', sagte Martha, ‚am letzten Tag, am Tag der Auferstehung.' Darauf erwiderte ihr Jesus: ‚Ich bin die Auferstehung, und ich bin das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, selbst wenn er stirbt. Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?' ‚Ja, Herr' antwortete ihm Martha. ‚Ich glaube, dass du Christus bist, der Sohn Gottes, auf den wir so lange gewartet haben.' Jetzt lief Martha zu ihrer Schwester Maria. Ohne dass die übrigen Trauergäste es merkten, flüsterte sie ihr zu: ‚Jesus ist da und will dich sprechen!' Maria stand sofort auf und lief ihm entgegen. Jesus hatte das Dorf noch nicht erreicht, sondern war dort geblieben, wo Martha ihn getroffen hatte. Als Maria aufsprang und ganz eilig das Haus verließ, meinten die Juden, die Maria trösten wollten: «Sie will am Grab weinen» - und folgten ihr. Aber Maria lief zu Jesus. Sie fiel vor ihm nieder und rief: ‚Herr, wenn du dagewesen wärst, würde mein Bruder noch leben!' Jesus sah, wie sie und die Trauergäste weinten. Da wurde er zornig, war aber zugleich tief bewegt. ‚Wo habt ihr ihn hingelegt?' fragte er. Sie antworteten: ‚Komm, Herr, wir zeigen es dir!' Alle sahen, dass Jesus weinte. 'Seht', sagten die Juden, ‚er muss ihn sehr lieb gehabt haben!' Doch einige flüsterten einander zu: ‚Einen Blinden hat er sehend gemacht. Hätte er nicht verhindern können, dass Lazarus starb?' Da wurde Jesus erneut zornig. Er trat an das Grab. Es war eine Höhle, die man mit einem großen Stein verschlossen hatte. ‚Hebt den Stein weg!' befahl Jesus. Aber Martha, die Schwester des Verstorbenen, sagte: ‚Herr, der Geruch wird unerträglich sein! Er ist doch schon vier Tage tot!' ‚Habe ich dir nicht gesagt', entgegnete ihr Jesus, ‚du würdest die Macht der Herrlichkeit Gottes sehen, wenn du nur glaubtest?' Nachdem sie den Stein weggeschoben hatten, sah Jesus zum Himmel auf und betete: ‚Vater, ich danke dir, dass du mein Gebet erhört hast! Ich weiß, dass du mich immer erhörst, aber ich sage es wegen der vielen Menschen, die hier stehen. Sie sollen alles miterleben und glauben, dass du mich gesandt hast.' Dann rief er laut: ‚Lazarus, komm heraus!' Und Lazarus kam heraus. Hände und Füße waren mit Grabtüchern umwickelt, und auch sein Gesicht war mit einem Tuch verhüllt. ‚Nehmt ihm die Tücher ab', forderte Jesus die Leute auf, ‚und lasst ihn gehen.'" (Johannes 11,1-44)
Bitte lesen Sie alle Abschnitte noch einmal aufmerksam durch und bitten Sie Gott, Ihnen zu helfen, ihre Bedeutung zu verstehen.
Sein Tod
Nach diesen dreieinhalb "Dienstjahren" wurde Jesus Christus am Kreuz hingerichtet. Warum? Nicht bloß, weil seine Feinde ihn beseitigen wollten. Vor allem, weil sein Tod der Grund seines Kommens war. Er bezahlte stellvertretend für alle Menschen den Preis für die Sünde, also auch Ihre und meine Schuld. Wie wir bereits erkannten, ist der Tod das Urteil über Sünde. Deshalb musste Jesus sterben. Das ist der Weg, den Gott aus lauter Liebe für uns bereit war zu gehen. Jesus musste sterben - für uns!
Jesus opferte sein Leben für uns. "Jetzt, am Ende der Zeit, ist er erschienen, um ein für allemal durch seinen Opfertod die Sünden zu tilgen." (Hebräer 9,26). Er, der nie gesündigt hatte, starb an unserer Stelle, damit unsere Sünde vergeben werden kann.
Seine Auferstehung
Aber das ist nicht alles. Am dritten Tag nach seinem Tod stand Jesus von den Toten auf. Seine Auferstehung ist in allen vier Evangelien aufgezeichnet.
"Als der Sabbat vorüber war, am frühen Sonntagmorgen, gingen Maria von Magdala und die andere Maria hinaus an das Grab. Plötzlich fing die Erde an zu beben, und ein Engel Gottes kam vom Himmel herab, wälzte den Stein, der das Grab verschloss, beiseite und setzte sich darauf. Er leuchtete hell wie ein Blitz, und sein Gewand war weiß wie Schnee. Die Wachtposten stürzten vor Schrecken zu Boden und blieben wie tot liegen. Der Engel wandte sich an die Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden, wie er es vorhergesagt hat. Kommt und seht euch die Stelle an, wo er gelegen hat." (Matthäus 28,1-6)
"Nachdem der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Salome und Maria, die Mutter von Jakobus, Öle und Salben, um den Toten einzubalsamieren. Früh am Sonntagmorgen, gerade als die Sonne aufging, kamen die Frauen zum Grab. Schon unterwegs hatten sie sich besorgt gefragt: 'Wie werden wir nur den schweren Stein von der Grabkammer wegrollen können?' Um so erstaunter waren sie, als sie merkten, dass der Stein nicht mehr vor dem Grab lag. Sie betraten die Grabkammer, und da sahen sie auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der ein langes weißes Gewand trug. Die Frauen erschraken sehr. Aber der Mann sagte zu ihnen: 'Habt keine Angst! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden. Seht her, an dieser Stelle hat er gelegen." (Markus 16,1-6)
"Ganz früh am Sonntagmorgen gingen die Frauen mit den Salben, die sie zubereitet hatten, zum Grab. Der Stein, mit dem man es verschlossen hatte, war zur Seite gerollt. Zögernd betraten sie die Grabhöhle. Sie war leer. Verwirrt überlegten sie, was sie jetzt tun sollten. Da traten zwei Männer in glänzend weißen Kleidern zu ihnen. Die Frauen erschraken und wagten nicht, die beiden anzusehen. Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten? wurden sie von den Männern gefragt. Er ist nicht hier; er ist auferstanden! Habt ihr vergessen, was er euch in Galiläa gesagt hat." (Lukas 24,1-6)
"Am ersten Tag nach dem Sabbat, früh am Morgen, als es noch dunkel war, ging Maria Magdalena zum Grab. Als sie sah, dass der Stein nicht mehr vor dem Eingang des Grabes lag, lief sie zu Simon Petrus und dem anderen Jünger, den Jesus liebte. Aufgeregt berichtete sie ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab geholt, und wir wissen nicht, wohin sie ihn gebracht haben. Da beeilten sich Petrus und der andere Jünger, um möglichst schnell zum Grab zu kommen. Gemeinsam liefen sie los, aber der andere war schneller als Petrus und kam zuerst am Grab an. Ohne hineinzugehen, sah er in die Grabkammer und bemerkte die Leinentücher, die dort lagen. Dann kam auch Simon Petrus. Er ging in das Grab hinein und sah ebenfalls die Leinentücher zusammen mit dem Tuch, das den Kopf Jesu bedeckt hatte. Es lag nicht zwischen den Leinentüchern, sondern zusammengefaltet an der Seite. Jetzt ging auch der andere Jünger, der zuerst angekommen war, in die Grabkammer. Er sah sich darin um, und nun glaubte er, dass Jesus vom Tod auferstanden war. Denn bis zu diesem Zeitpunkt hatten sie die Stelle in der Heiligen Schrift noch nicht verstanden, in der es heißt, dass Jesus von den Toten auferstehen wird. Die Jünger verließen das Grab und gingen nach Jerusalem zurück. Thomas, einer der zwölf Jünger, der auch Zwilling genannt wurde, war nicht dabeigewesen, als dies geschah. Deshalb erzählten sie ihm: Wir haben den Herrn gesehen! Aber zweifelnd antwortete er: Das glaube ich erst, wenn ich seine durchbohrten Hände gesehen habe. Mit meinen Fingern will ich sie fühlen, und meine Hand will ich in die Wunde an seiner Seite legen. Eher werde ich es nicht glauben. Acht Tage später hatten sich die Jünger wieder versammelt. Diesmal war Thomas bei ihnen. Und obwohl sie die Türen wieder abgeschlossen hatten, stand Jesus auf einmal in ihrer Mitte und grüßte sie: Friede sei mit euch! Dann wandte er sich an Thomas: Lege deinen Finger auf meine durchbohrten Hände! Gib mir deine Hand und lege sie in die Wunde an meiner Seite! Zweifle nicht länger, sondern glaube! Thomas antwortete nur: «Mein Herr und mein Gott!» Doch Jesus sagte zu ihm: Du glaubst, weil du mich gesehen hast. Wie glücklich können erst die sein, die nicht sehen und trotzdem glauben." (Johannes 20,1-10+ 24-29)
Die Geschichte von seiner Auferstehung ist weder Fabel noch Legende, sondern eine historische Tatsache. Die Menschen, die die Evangelien geschrieben haben, lebten während der Zeit Jesu. Einige haben die Kreuzigung Jesu selber gesehen. 40 Tage lang erschien Jesus nach seiner Auferstehung den Jüngern bei verschiedenen Gelegenheiten und in verschiedenen Situationen. Danach kehrte er an die rechte Seite seines Vaters im Himmel zurück. Von dort wird er eines Tages wiederkommen. So steht es in der Bibel:
"Gott nahm ihn zu sich. Eine Wolke verhüllte ihn vor ihren Augen, und sie sahen ihn nicht mehr. Noch während sie überrascht nach oben blickten, standen auf einmal zwei weißgekleidete Männer bei ihnen. Ihr Galiläer, sprachen sie die Jünger an, «was steht ihr hier und seht zum Himmel? Gott hat Jesus aus eurer Mitte zu sich in den Himmel genommen; aber eines Tages wird er genauso zurückkehren." (Apostelgeschichte 1,9-11)
"Während Gott ihn in den Himmel zu sich nahm, fielen die Jünger vor ihm nieder und beteten ihn an." (Lukas 24,51)
"Jesus, der Herr, wurde in den Himmel aufgenommen und nahm den Platz an Gottes Seite ein." (Markus 16,19)
Nun ist Jesus bei Gott, dem Vater, und wacht über die Menschen, die an ihn glauben. So hat er es versprochen: "Ich bin immer und überall bei euch, bis an das Ende dieser Welt!" (Matthäus 28,20)
Nun haben wir das Leben Jesu näher betrachtet. Wir werden das Kapitel damit abschließen, indem wir über folgende Punkte nachdenken: Sie sind Deutscher (oder Schweizer oder Österreicher ...), weil Sie von deutschen (oder schweizerischen ...) Eltern geboren wurden. Genauso ist Jesus Gott, weil er der Sohn von Gott ist.
Und weil er Gott ist,
- weiß er alle Dinge
- ist er überall bei Ihnen
- ist er immer bei Ihnen
- ist er unveränderlich
- ist er heilig
- ist er gerecht
- ist er ewig
- ist er Liebe.
Weil Jesus Gottes Sohn ist, ist keine Sünde in ihm. Und genau deshalb konnte er die Strafe für die Sünde bezahlen, den Tod. Und nur er allein kann unsere Sünde vergeben. Weil er die Sünden vergibt, finden Sie in Jesus die endgültige Lösung von Sünde und Tod.
Weiter: Weil Jesus in dieser Welt lebte, aß, schlief und arbeitete wie jeder andere Mensch auch, versteht er Ihre Trauer und Freude, Hoffnungen und Kummer, Lasten und Glück. Jesus sorgt auch in diesen Angelegenheiten für Sie.
Wenn Sie den Weg zu Gott finden, werden Sie sehr froh. Aber Sünde blockiert diesen Weg, wie wir bereits festgestellt haben.
Jesus sagt dazu: "Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben! Ohne mich kann niemand zum Vater kommen" (Johannes 14,6).
Kapitel 3: Ewiges Leben
Nun kommen wir zum letzten Kapitel dieser Lektion "Drei Dinge sollten Sie glauben".
In dem zweiten Kapitel haben Sie gelernt, dass nur Jesus Christus die Sünden vergeben und von Sünde erretten kann, auf der die Todesstrafe steht. Vielleicht stellen Sie sich nun die gleiche Frage, die bereits der Gefängnisaufseher in der Apostelgeschichte 16,30 an Paulus und Silas richtete:
"Was muss ich tun, um errettet zu werden?" - Diese Frage ist also nicht neu. Immer wieder wurde sie laut. Wie lautet Gottes Antwort darauf? "Glaube an den Herrn Jesus, dann wirst du gerettet." (Apostelgeschichte 16,31)
"Glaube an den Herrn Jesus" - was ist damit gemeint?
Sie bereuen Ihre Sünden.
Dazu drei praktische Schritte der Reue:
- Sie geben zu, dass Sie ein Sünder sind, auch wenn nur Sie und niemand sonst etwas von Ihren speziellen Sünden etwas weiß. Alle Sünden sind schlimm.
- Sie bekennen Gott Ihre Verfehlungen. Nennen Sie sie durchaus mit Namen.
- Sie bitten Gott, Ihnen zu vergeben. Das ist mehr als ein eigener Entschluss oder ein guter Vorsatz, ebenso wenig ein Freibrief, unbegrenzt sündigen zu können.
Sie nehmen Jesus als Ihren persönlichen Retter an.
Kein anderer kann das für Sie tun - nicht die Eltern und nicht die Freunde, kein Lehrer oder Geschäftspartner. Sie selbst müssen Ihr Herz für Jesus öffnen. Es ist eine ganz persönliche Angelegenheit zwischen Ihnen und Jesus, die eine persönliche Entscheidung verlangt und Ihr eigenes Handeln. Eine Sache muss klar sein: Jesus zwingt Sie zu nichts. Sie müssen es wollen, Sie ganz allein.
Das soll nicht heißen, dass es Jesus egal ist, wer gerettet wird. Im Gegenteil: Er will jeden retten, aber die Menschen müssen sich retten lassen wollen. "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an," sagt Jesus. "Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen." (Offenbarung 3,20 Luther-Übersetzung)
Jesus als persönlichen Retter anzunehmen, ist die wichtigste und großartigste Entscheidung, die Sie je machen können. Wenn Sie ihn aufgenommen haben, sind Sie ein Kind Gottes und nicht länger ein verlorener Sünder. Diese neue Beziehung zu Gott wird Sie mit wirklicher Freude erfüllen.
Was passiert nun mit den Menschen, die ihre Sünde bereut und Jesus als persönlichen Retter angenommen haben?
Es fehlen die Worte um das herrliche Ergebnis zu beschreiben. Die Bibel drückt es so aus: "Die ihn aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu sein" (Johannes 1,12).
Einem damals bekannten Verbrecher, der Jesus vertraute, antwortete er: "Ich versichere dir: Noch heute wirst du mit mir im Paradies sein'" (Lukas 23,43). Und der Missionar Paulus schreibt: "Durch das Sterben Jesu am Kreuz sind wir erlöst, sind unsere Sünden vergeben. Und das verdanken wir allein Gottes unermesslich großer Gnade, mit der er uns so reich beschenkt hat" (Epheser 1,7).
"Wenn wir unsere Sünden bereuen und sie bekennen, dann dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott seine Zusage treu und gerecht erfüllt: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen" (1.Johannes 1,9). "Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch nicht gesagt: Ich gehe hin, um dort alles für euch vorzubereiten. Und wenn alles bereit ist, werden ich wiederkommen und euch zu mir holen. Dann werdet auch ihr dort sein, wo ich bin" (Johannes 14,2+3). "Genau das hat uns Gott zugesagt: Ewiges Leben bei ihm" (1.Johannes 2,25)
Ewiges Leben durch unseren Herrn Jesus Christus. Das ist ein Geschenk Gottes für Sie, weil er Sie unendlich liebt. Öffnen Sie ihm heute vertrauensvoll und ehrlich Ihr Herz. Dann und nur dann erleben Sie ihre neue Geburt als Kind Gottes.
Das sind wunderbare Wahrheiten. Beten Sie, dass Gott Sie immer wieder daran erinnert.
Überprüfen Sie nun wieder folgenden Aussagen auf ihre Richtigkeit und antworten Sie mit JA oder NEIN. Denken Sie auch hier darüber nach, warum Sie so und nicht anders antworten. - Die Lösungen - und weitere Fragen - finden Sie ebenfalls am Ende des Bibelkurses.
Antworten überprüfen
Lektion C : Drei Dinge sollten Sie haben
Herzlich willkommen zur dritten Lektion. Die Hälfte des Bibelkurses haben Sie nun bereits geschafft. Wir gratulieren Ihnen zu Ihrem bisherigen Fleiß und zu Ihrer Ausdauer.
In den beiden vorherigen Lektionen haben wir die Grundtheorien des Christseins studiert - die Lehre. Nun beschäftigen wir uns mehr mit der Praxis des christlichen Lebens.
Wieder öffnen wir unsere Bibel. Wie heißt der letzte Vers im 13. Kapitel des 1. Korintherbriefes? "Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Liebe aber ist das Größte." Glaube, Hoffnung und Liebe - Worte unerschöpflichen Reichtums. Jeder Christ muss diese drei Eigenschaften in sich tragen.
Kapitel 1: Glaube
Was ist Glaube?
Glauben bedeutet, einer Person, einem Faktum oder der Wahrheit zu vertrauen. Die Bibel gibt dazu folgende Definition: "Es ist der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht...Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, so dass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist" (Hebräer 11,1+3 Luther-Übersetzung).
Jede Religion fordert Glauben. Aber wer als Christ leben will, der lebt nicht mehr nach eigenen Plänen und Wünschen. Um Gottes Wort zu verstehen, brauchen wir mehr als Vernunft und Intellekt. Wir brauchen Glauben - eine tägliche und lebendige Beziehung zu Gott.
Woher kommt Glauben?
"Ein Mensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist" (Johannes 3,27 Luther-Übersetzung).
"Wie sollen die Menschen zu Gott beten, wenn sie nicht an ihn glauben? Und wie sollen sie zum Glauben an ihn kommen, wenn sie nie von ihm hören, wenn ihnen niemand Gottes Wort sagt?" (Römer 10,14). Glauben kommt nicht durch eigene Bemühungen zu Stande. Glaube ist ein Geschenk, das Gott allen gibt, die Jesus als ihren Retter annehmen. Nur dieser Glaube ist echt, belastbar und dauerhaft. Käme der Glaube aus einer anderen Quelle, würde er sich durch wechselnde Umstände und menschliche Gefühle sehr schnell verändern.
Wie kann man dieses Geschenk des Glaubens erhalten?
Wenn Sie im Römerbrief, Kapitel 10 weiterlesen, stoßen Sie in Vers 17 auf diese Aussage: "Der Glaube kommt allein aus dem Hören der Botschaft; die Botschaft aber gibt uns Christus." Glaube wird also beim Hören oder Lesen des Wortes Gottes geboren und dadurch vertieft und stark, dass Sie sich intensiv mit der Bibel beschäftigen.
Woran glauben wir? Was glauben wir?
1. Wir glauben: Die Bibel ist Gottes Wort, ganz, unfehlbar, inspiriert und einzigartig. Das heißt:
2. Wir glauben, dass alle Aussagen der Bibel wahr sind.
3. Wir glauben: Jesus ist der Sohn Gottes.
4. Wir glauben: Jesus Christus ist für unsere Sünden am Kreuz gestorben, am dritten Tag von den Toten auferstanden, an seinen rechtmäßigen Platz im Himmel zurückgekehrt. Von dort wird er wiederkommen, um die Welt zu richten.
5. Wir glauben: Das Blut Jesu floss für unsere Sünden. Nur durch ihn können wir gerettet werden, wenn wir an ihn glauben.
6. Wir glauben: Wir werden auferstehen, wenn Jesus wiederkommt.
Alles, was wir denken und tun, sollte täglich von diesem Glauben geprägt sein. Die Bibel sagt: "Freude kann Gott nur an jemandem haben, der ihm fest vertraut. Ohne Glauben ist das unmöglich. Wer nämlich zu Gott kommen will, muss darauf vertrauen, dass es ihn gibt und dass er alle belohnen wird, die ihn suchen und nach seinem Willen fragen." (Hebräer 11,6).
Kapitel 2 : Hoffnung
Wenn wir in diesem Kapitel das Wort "Hoffnung" gebrauchen, meinen wir
1. die Überzeugung, dass sich die biblischen Voraussagen erfüllen;
2. das Rechnen mit Gottes Gnade und Liebe, weil er einen Plan für unser Leben hat;
3. die Geduld, weil wir wissen, dass uns Gutes erwartet, wenn die Leiden und Versuchungen unseres Lebens hinter uns liegen.
Diese Hoffnung ist der Zeuge und der Ausdruck unseres Glaubens in einer Welt der Ablehnung und des Unverständnisses. Der christliche Glaube ist ein großartiger Glaube.
Auf was hoffen wir?
1. Wir hoffen, dass in unserem Leben Gottes Wille geschieht. Das Wort "Wille" meint hier: Gott plant und entwirft unser Leben. Er hat alle Menschen zu einem bestimmten Zweck geschaffen. Deshalb strebt er für jeden, auch für Sie, ein spezielles Lebensziel an.
2. Die Geschichte der Menschheit, das Gesetz des Universums, das Wachstum des Lebens - alles ist von Gott beabsichtigt und kontrolliert. Selbst ein kleiner Sperling, der durch die Luft fliegt, fällt nicht vom Himmel, ohne dass Gott es weiß (Matthäus 10,29).
3. Zeugung, Geburt und Wachstum, Freud und Leid, Versuchungen und Glück, Versäumnisse und Erfolge - hinter allem steckt Gottes ordnende Hand. Sein Wille geschieht im Leben wie auch im Tod. Sein Plan ist vollständig, absolut und gut. Sie können mit nichts Höherem rechnen als damit, dass Gott in Ihrem Leben seinen Willen verwirklicht.
4. Wir hoffen auf Gottes Gerechtigkeit. Wir haben bereits festgestellt: Gott ist unparteiisch und übersieht das Böse nicht. Er ist gerecht, er straft und entlastet. Aber wenn Sie Christus vertrauen, werden Sie nicht enttäuscht oder hoffnungslos sein. Denn dann bauen Sie auf Gottes Gerechtigkeit und Recht, nicht auf Ihre eigene Stärke oder Intelligenz.
5. Wir hoffen auf Gottes Liebe. Wenn wir nur auf den absoluten Plan und die unbestechliche Gerechtigkeit Gottes hoffen, dann kann uns Gott hart erscheinen. Die Beziehung zu ihm ist dann wie die zu einem "Stiefvater": zögernd, ängstlich, fast misstrauisch. Denn wir akzeptieren zwar, dass sein Wille vollkommen und umfassend und seine Gerechtigkeit unparteiisch und richtig ist, aber wir fühlen uns ihm nicht nah. Wieder gilt hier: Gott ist Liebe. Vergessen Sie das niemals: Er liebt Sie so sehr, dass er seinen einzigen Sohn für Sie opferte, damit Sie gerettet werden und zu ihm finden.
Gottes Liebe ist rein. Er stellt keine Bedingungen, es ist nichts hinzuzufügen. Es gibt keine versteckten Motive wie bei der menschlichen Liebe. Seine Liebe ist grenzenlos.
Gott liebt auch die, die unsere Gesellschaft hasst. Seine Liebe gilt Sündern der niederträchtigsten Art wie auch Menschen des niedrigsten sozialen Standes. Keine Person ist zu weit von Gottes Liebe entfernt. Er liebt die Reichen und die Armen. Seine Liebe bezieht Ungebildete und Hochqualifizierte mit ein. Und das Schönste ist immer: Er liebt Sie! Gottes Liebe ist ewig und unveränderlich. Seine Liebe ändert sich nicht durch äußere Umstände, wechselnde Bedingungen oder Zeiten. Gott liebt alle Menschen und jeden Sünder, der zu ihm umkehrt - immer.
Darauf können Sie also Ihre feste Hoffnung setzen:
- auf Gottes Willen,
- auf Gottes Gerechtigkeit und
- auf Gottes Liebe!
Ihre Hoffnung führt zu einem dreifachen Ergebnis:
1. Wenn Sie fest damit rechnen, dass in Ihrem Leben Gottes Wille geschieht, gibt Gott Ihnen die Geduld, alle Dinge zu ertragen. Geduld ist einer der wirksamsten Schlüssel für ein erfolgreiches Leben als Christ.
2. Wenn Sie auf Gottes Gerechtigkeit hoffen und nicht auf Ihr eigenes Können, werden Sie demütig. Das führt zu einem reichen, christlichen Leben.
3. Wenn Sie auf Gottes Liebe hoffen, sichert er Ihnen seine Liebe zu. Vergebung der Sünde, ein ausgeglichenes Leben und Frieden im Herzen - als das wird dann ein Teil Ihres Lebens sein.
Diese Geduld, diese Demut und diese Sicherheit, die Ihnen niemand nehmen kann, sind Bestandteile eines christlichen Lebens.
Kapitel 3 : Liebe
Glaube und Hoffnung, über die wir in den letzten Kapiteln nachgedacht haben, finden ihre Vollendung in der Liebe.
In 1. Korinther 13 finden wir ein ganzes Kapitel über die Liebe. Dieses Kapitel ist eine der herrlichsten Abschnitte der Bibel, weil es die Praxis der Liebe Gottes in unserem täglichen Leben beschreibt. Wir fassen hier Vers für Vers seine Bedeutung zusammen.
Der Apostel Paulus notiert: "Ohne Liebe bin ich nichts. Selbst wenn ich in allen Sprachen der Welt, ja mit Engelszungen reden könnte, aber ich hätte keine Liebe, so wären alle meine Worte hohl und leer, ohne jeden Klang, wie dröhnendes Eisen oder ein dumpfer Paukenschlag. Könnte ich aus göttlicher Eingebung reden, wüßte alle Geheimnisse Gottes, könnte seine Gedanken erkennen und hätte einen Glauben, der Berge versetzt, aber mir würde die Liebe fehlen, so wäre das alles nichts. Selbst wenn ich all meinen Besitz an die Armen verschenken und für meinen Glauben das Leben opfern würde, hätte aber keine Liebe, dann wäre alles umsonst."
Die ersten drei Verse zeigen, wie leer ein geistliches Leben ohne Liebe ist. "In Sprachen anderer Menschen und Engel sprechen", "alle Geheimnisse Gottes wissen", "einen Glauben haben, der Berge versetzt", "alle Güter den Armen geben", "das Leben für den Glauben opfern" - sind das nicht wunderbare Qualitäten, die jeder gern in seinem Leben vorweisen würde? Ja, diese edlen, guten und tapferen Werte besäße jeder gern.
Aber beachten Sie nun bitte den immer wiederkehrenden Satz "... und hätte keine Liebe". Ist es möglich, all diese aufopfernden Taten zu tun - ohne Liebe? Sicher: Es kann Pflicht- und Verantwortungsgefühl sein, was Sie dazu treibt, Ihren Besitz den Armen zu geben. Vielleicht sind Sie sprachbegabt und können "mit Engelszungen" mit Menschen reden, aber dabei Ihre Gesprächspartner verachten. Dann bleiben Ihre Worte leer und hohl. Ein Glaube, der Berge versetzt, ist eine ziemlich kalte Energie, wenn die Liebe fehlt. Und was wären Sie, wenn Sie "keine Liebe haben"? Nur eine klingende Schelle oder tönendes Eisen? Nichts, Sie erreichen nichts.
Gott ist Liebe. Jesus Christus ist der beste Ausdruck der Liebe Gottes. Darum geht es - anders als bei den Religionen der Welt - beim Christsein: um Liebe. Ihr Leben muss durch Christi Liebe geprägt sein und ihr täglich Ausdruck verleihen. Nur dann ist Ihr Glaube und Ihre Hoffnung wirkungsvoll. Liebe ist die Erfüllung aller Aussagen der Bibel.
Nun, was ist die Liebe und wie ist sie? Wir lesen in den Versen 4-7 von der Macht der Liebe. "Liebe ist geduldig und freundlich. Sie kennt keinen Neid, keine Selbstsucht, sie prahlt nicht und ist nicht überheblich. Liebe ist weder verletzend noch auf sich selbst bedacht, weder reizbar, noch nachtragend. Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt. Dies Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles und hält allem stand."
Denken wir jetzt über ein paar praktische Elemente der Liebe nach:
1. Liebe versucht, andere zu verstehen. Verständnis ist eine guter Schlüssel zu einer guten Beziehung. Es gibt wohl kaum jemanden, der genau so ist wie Sie. Alle Menschen sind unterschiedlich. Sie haben verschiedene Charaktere, andere Denkweisen und Lebenseinstellungen, persönliche familiäre Hintergründe, eigene Körper und Erscheinungsbilder. Sicherlich gibt es Übereinstimmungen, aber niemals eine völlige Gleichheit. Weil wir in einer Welt mit Menschen leben müssen, die alle verschieden sind, müssen wir versuchen, die anderen zu verstehen. Und weil viele das nicht tun, gibt es Streit und Krieg.
Gerade als Christ stehen Sie in der Verantwortung, für andere Verständnis aufzubringen und in Form von Liebe zu zeigen. Dazu brauchen Sie auch Geduld und langen Atem. Denn oft glauben es andere nicht, dass Sie sie verstehen wollen.
1. Liebe vergibt. Die Liebe Jesu ist eine vergebende Liebe. Dadurch, dass er uns die Sünde vergibt, zeigt Gott seine Liebe. Deshalb haben wir die Verantwortung, auch anderen alle Sünden und Fehler zu vergeben: unseren Nächsten, Freunden, und vielleicht auch der Gesellschaft, in der wir leben. Wie könnten Sie lieben, ohne zu vergeben? Wie könnten Sie ohne Liebe vergeben? Vergeben müssen wir mit einem demütigen, ehrlichen Herzen, denn es ist ja nur zu wahr: Wir sind häufig nicht besser als die anderen. Vergebung ohne Demut führt dagegen leicht zu Stolz.
2. Liebe dient. Am besten lesen wir dazu eine Geschichte aus den Evangelien. Dort sehen Sie den Herrn Jesus, wie er seinen Jüngern dient. Achten Sie darauf: Was wäscht er an ihnen? Etwa den Kopf?
"Jesus wusste, dass nun die Zeit gekommen war, diese Welt zu verlassen und zum Vater zurückzugehen. Er hatte die Menschen geliebt, die sich in dieser Welt zu ihm bekannten, und er hörte nicht auf, sie zu lieben. An diesem Abend, als Jesus mit seinen Jüngern beim Essen war, hatte der Teufel Judas Ischarioth schon zum Verrat an Jesus verführt. Jesus aber wußte, dass ihm der Vater unbegrenzte Macht gegeben hatte, dass er von Gott gekommen war und zu ihm zurückkehren würde. Da stand er vom Tisch auf, legte seinen Umhang ab und band sich ein Tuch um. Er goß Wasser in eine Schüssel und begann, seinen Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Tuch abzutrocknen. Als er zu Simon Petrus kam, wehrte dieser ab: 'Herr, wie kommst du dazu, mir die Füße zu waschen!' Jesus antwortete ihm: 'Du verstehst jetzt noch nicht, was ich tue. Aber später wirst du es verstehen.' Doch Petrus blieb dabei: 'Niemals sollst du mir die Füße waschen!', worauf ihm Jesus erwiderte: 'Wenn ich dir nicht die Füße wasche, gehörst du nicht zu mir.' Da sagte Petrus: 'Herr, dann wasch mir auch die Hände und das Gesicht, nicht nur die Füße!' Jesus antwortete: 'Wer gebadet hat, der ist ganz rein. Ihm braucht man nur noch den Straßenstaub von den Füßen zu waschen. Ihr seid alle rein - außer einem.' Jesus wußte nämlich, wer ihn verraten würde. Deshalb sagte er: 'Ihr seid nicht alle rein.'" (Johannes 13,1-11)
Jesus wäscht seinen Jüngern nicht den Kopf, nein, ihre Füße, den tiefsten Teil des menschlichen Körpers. Er reinigt sie mit seinen eigenen Händen und setzte damit ein Beispiel für den echten Dienst am anderen.
Anschließend sagt er: "Versteht ihr, was ich eben getan habe? Ich nennt mich Meister und Herr. das ist auch richtig so, denn ich bin es. Wie ich, euer Meister und Herr, euch jetzt die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch gegenseitig die Füße waschen. Ich habe euch damit ein Beispiel gegeben, dem ihr folgen sollt. Handelt ebenso. Denkt immer daran: Ein Untergebener steht niemals höher als sein Vorgesetzter, und ein Botschafter untersteht dem, der ihn gesandt hat. Wenn ihr das eingesehen habt, dann handelt danach, und Gott wird euch segnen." (Johannes 13,12-17)
Unsere Worte der Liebe müssen durch Taten der Liebe bewiesen werden - durch Dienst.
Aber dieser Dienst an anderen muss aus reinen Motiven geschehen. Wenn wir für unseren Dienst eine Gegenleistung erwarten, dann sind wir nichts anderes als bezahlte Arbeiter. Ob die Familie, die Freunde oder die Gesellschaft unseren Dienst bemerken oder nicht, ob wir Lob von denen bekommen, denen wir dienen oder nicht, ist letztlich unwichtig. Indem wir anderen dienen, dienen wir in Wirklichkeit unserem Herrn, und darauf kommt es an.
Unser Dienst muss der Liebe zu Jesus entspringen. Dafür dürfen wir kein besonderes Lob erwarten. Es ist vielmehr ein Vorrecht, anderen mit Gottes Liebe zu dienen, weil er uns geliebt hat, lange bevor wir ihn überhaupt lieben konnten.
Das ist die Liebe, die Sie lernen, weil Jesus Sie dazu befähigt:
- Sie haben für andere Verständnis.
- Sie können anderen die Sünden Ihnen gegenüber vergeben.
- Sie werden anderen in der Liebe Christi dienen.
Wenn das in Ihnen steckt und sich in Ihrem Leben zeigt, werden die Menschen in Ihrem Umfeld spüren, was es heißt, von Jesus gerettet zu sein. Diese Liebe soll nicht nur als edle Idee in unserem Kopf gespeichert sein. Sie muss unsere Herzen in Bewegung bringen. Wir müssen sie ausleben.
Natürlich fragen Sie sich nun: Wem kann ich diese Liebe weitergeben?
Liebe kann nur verwirklicht werden, wenn weitere Personen beteiligt sind. Die zu lieben, die Sie auch lieben oder die Ihnen sympathisch sind, ist nicht schwer. Die Schwierigkeit liegt darin, die zu lieben, die Ihnen nicht sonderlich liebenswert erscheinen.
Die Bibel zeigt uns, was Liebe bedeutet: "Liebt eure Feinde und tut denen Gutes, die euch hassen, segnet die Menschen, die euch Böses wünschen, und betet für alle, die euch beleidigen." (Lukas 6,27+28). Das sind Worte Jesu. Das ist das Ausmaß und die Tiefe der Liebe, zu der wir berufen sind!
"Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Liebe aber ist das Größte." (1Korinther 13,13)
Bevor wir nun die letzte Lektion beginnen, beantworten Sie wieder folgende Aussagen und begründen Sie Ihre Entscheidung für sich selbst. Mehr Fragen finden Sie ganz am Ende dieses Bibelkurses.
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Lektion D : Drei Dinge sollten Sie tun
Sie sind an der letzten Lektion dieses Kurses angekommen. Sicher waren die vorherigen drei Lektionen interessant und lohnenswert für Sie, sonst wären Sie nicht so weit gekommen. Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Ausdauer!
Diese Lektion handelt von drei praktischen Aspekten des christlichen Lebens. Wie Sie drei tägliche Mahlzeiten einnehmen, um Ihren Körper zu ernähren, genauso brauchen Sie diese drei Elemente, um wirkungsvoll als Christ zu leben und innerlich zu wachsen.
Kapitel 1 : Bibel lesen
Bevor wir beginnen, stellen wir einen Punkt klar: Sie können die Bibel verstehen, es sei denn, Sie sperren sich innerlich dagegen.
Grundsätzliches:
1. Lesen Sie die Bibel täglich. Sie ist Nahrung für Ihre Seele. Auch Ihre Seele braucht "Vitamine" - genau wie Ihr Körper. Wenn Sie einen Tag verstreichen lassen, ohne die Bibel zu lesen, hungert Ihre Seele und wird schwach. Das hat Nebenwirkungen auf Ihren Glauben, Ihre Hoffnung und Ihre Liebe.
2. Aber: Lesen Sie bitte nicht sieben Kapitel am Montag und dann die ganze Woche gar nichts mehr. Sie nehmen doch auch nicht 21 Mahlzeiten auf einmal ein, um dann den Rest der Woche zu fasten.
3. Wenn Sie beispielsweise fortlaufend jeden Tag ein biblisches Kapitel lesen, ist das eine gute Sache. Ist das Kapitel lang oder inhaltlich schwierig, können Sie es aufteilen. Dafür gibt es keine feste Regel. Wohl aber, wenn es um die Regelmäßigkeit geht: Sie sollten sich am besten einen festen Termin in Ihrem persönlichen Tagesablauf für das Bibelstudium frei halten und den dann auch einhalten. Es sollte eine Zeit sein, in der Sie ungestört und aufnahmefähig sind.
4. Lesen Sie die Bibel systematisch. Weil die Bücher der Bibel sehr verschieden sind, ist es nicht empfehlenswert, mal hier etwas zu lesen und dann ein paar Verse dort. Beginnen Sie mit dem Neuen Testament in folgender Reihenfolge: Markusevangelium, Johannesevangelium, Apostelgeschichte, Römer, 1. Korinther, Galater, Lukasevangelium, 2.Korinther, Epheser, Philipper, Titus, Kolosser, 1. Johannes, Matthäusevangelium, Jakobus, 1.+2. Timotheus, 1.+2. Petrus, Hebräer, Judas, Philemon, 1.,2.+3. Johannes, Offenbarung. Angenommen, Sie lesen durchschnittlich jeden Tag ein Kapitel, dann brauchen Sie nur etwa neun Monate, um das NeueTestament durchzuarbeiten. So bekommen Sie einen Gesamtüberblick und können beim nächsten Durchgang einzelne Bücher vertiefen.
5. Lesen Sie die Bibel mit Geduld. Manche Ausdrücke und Wörter sind schwer auszusprechen und zu verstehen. Vieles erscheint Ihnen vielleicht ungewohnt. Die Namen der Geschlechtsregister in den ersten Kapiteln der Evangelien sind wenig interessant. Manchmal werden Sie den Zusammenhang nur schwer verstehen, weil Ihnen die Bedeutung einiger Worte unklar ist. Das alles ist ganz natürlich und hat nichts mit einem Mangel an Eifer, Durchblick und Willen Ihrerseits zu tun. Weil sich die Bibel in ihrer Gesamtheit ergänzt, kann es sein, dass Sie z.B. beim Lesen des Römerbriefes Dinge verstehen, die Ihnen während des Markusevangeliums noch unklar waren. Haben Sie Geduld!
6. Lesen Sie die Bibel betend. Die Bibel ist keine Zeitschrift und auch kein Roman. Sie ist ein Buch voller Kraft und Inspiration. Sie ist Gottes Wort und somit in der Lage, Ihr Leben zu führen und zu verändern. In ihr entdecken Sie Gottes Lebensweise. Und manchmal zeigt er Ihnen, während Sie einen Abschnitt lesen, seinen Willen für Sie für diesen Tag. Nur durch die Bibel lernen Sie Jesus kennen. Ohne ihn zu kennen, können Sie ihm nicht nachfolgen. Deshalb bringt ein gelegentliches, oberflächliches oder gar gleichgültiges Bibellesen nichts. Um das zu vermeiden, beginnen Sie am beten mit einem Gebet, bleiben Sie auch während des Lesens mit Gott im Gespräch. Bitten Sie ihn, dass er Ihnen die Bedeutung der Verse erläutert. Er lässt Sie nicht im Stich. Klappen Sie auch nicht einfach die Bibel zu, wenn Sie den Text gelesen haben, sondern denken Sie über das Gelesene nach: Was genau steht in dem Abschnitt? Wofür kann ich Jesus danken? Was muss sich bei mir ändern? Was soll ich heute von dem, was ich gelesen habe, tun?
7. Lesen Sie die Bibel immer wieder. Wenn einer sagt, er brauche die Bibel nicht mehr, weil er sie schon einmal durch habe, dann braucht er auch heute nichts zu essen, weil er gestern satt war. Nein, die Bibel bietet so viele Wahrheiten, dass Sie sie unmöglich alle bei einem einmaligen Lesen erfassen könnten. Manches spricht Sie vielleicht heute nicht an, aber morgen kann es genau das richtige Wort zur Lage sein.
8. Zum Beispiel: Sie fühlen sich fit und belastungsfähig und lesen zum ersten Mal das elfte Kapitel des Hebräerbriefes. Dann werden Sie wohl kaum die volle Bedeutung von "Glauben" verstehen. Aber wenn Sie es in oder nach gefährlichen Versuchungen und Schwierigkeiten lesen, werden Sie die Kraft und Tiefe der Lebensbilder entdecken.
9. Oder Sie lesen gerade in Römer 12,14 (Luther-Übersetzung): "Segnet, die euch verfolgen; segnet und flucht nicht." Vielleicht sagen Sie zunächst: Das betrifft mich nicht. Damit sind bestimmt die großen Glaubenshelden gemeint. - Wenn aber einmal Zeiten kommen, in denen Menschen Sie ablehnen, falsch beschuldigen und gar verfolgen, werden Sie den Vers als große Möglichkeit und Herausforderung empfinden. Die Bibel ist so gewaltig, tief und weit, dass ein ganzes Leben nicht ausreicht, um alles zu verarbeiten.
Noch einige praktische Ratschläge:
1. Markieren Sie sich mit einem Stift die Verse, die Ihnen besonders viel bedeuten oder auch die, die sie noch nicht verstehen. Es hat sich bewährt, Hauptaussagen in verschiedenen Farben anzustreichen. Rot werden z.B. die Bibelstellen, die von Jesus sprechen, grün die Aussagen für Ihr Leben als Christ ...
2. Es ist gewinnbringend, wenn Sie sich Ihre Gedanken zu den einzelnen Kapiteln in ein Notizbuch schreiben. Das brauchen keine ausgefeilten Sätze zu sein. Sie wollen schließlich kein Buch veröffentlichen, sondern nur festhalten, was Ihnen wichtig ist, welche Zusammenhänge bestehen ...
3. Beschäftigen Sie sich erst gründlich mit dem ganzen Neuen Testament. Damit legen Sie eine gute Grundlage. Wenn Sie dann mit dem Alten Testament beginnen, empfehlen wir Ihnen vorerst die Psalmen und die Geschichtsbücher. Und anschließend können Sie auch die restlichen Teile der Bibel einordnen.
"Gottes Wort ist voller Leben und Kraft. Es ist schärfer als die Klinge eines zweischneidigen Schwertes; dringt es doch bis in unser Innerstes, trennt dort Menschliches von Göttlichem und trifft uns tief in Mark und Bein. Dieses Wort ist ein unbestechlicher Richter über die Gedanken und geheimsten Wünsche unseres Herzens." (Hebräer 4,12)
Kapitel 2 : Gebet
Was geschieht mit den Nahrungsmitteln, nachdem Sie sie gegessen haben? Sie werden verdaut. Und wie? Durch den Magen. Doch der kann wiederum nur arbeiten, wenn er Sauerstoff zugeführt bekommt. Also ist es lebensnotwendig zu atmen. Alle Körperfunktionen stehen still, wenn die Atmung aussetzt.
Ähnlich geht es im geistlichen Leben zu. Die Nahrung ist Gottes Wort, die Bibel. Die Atmung, also die Voraussetzung für eine gute Verdauung, ist das Gebet. Gebet ist geistliches Atmen.
Es gibt weitere Vergleiche, die zeigen, wie das Gebet als Gespräch mit Gott zu verstehen ist: Gebet ist der Dünger für unser geistliches Wachstum. Gebet ist die Quelle für Wohlergehen und Kraft. Gebet ist Gemeinschaft. Wenn zwei sich lieben, möchten sie doch so oft wie möglich zusammen sein und miteinander über alles reden, was sie bewegt. Genauso ist das im Leben als Christ: Wenn Sie mit Gott reden, leben Sie auf.
Nun nochmals grundsätzliches zum Gebet.
1. Beten Sie täglich. Die Bibel sagt: "Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen" (Römer 12,12). Genau wie tägliches Bibellesen ist tägliches Gebet notwendig. Beten können Sie zudem viel öfter praktizieren. Es ist wichtig und richtig, dass Sie eine feste Gebetszeit einplanen, in der Sie ungestört mit Gott reden können. Mehr noch: Während des ganzen Tages können Sie immer wieder in Gedanken mit Gott in Verbindung treten. Er hört Ihnen gern zu. Machen Sie sich auch zur Angewohnheit, vor und nach den Mahlzeiten Gott zu danken.
2. Beten Sie glaubensvoll. Auch Nichtchristen beten. Aber der Unterschied ist, dass Christen im Vertrauen auf den einzigen und wahren Gott beten. Jesus sagt über das Gebet in Markus 11,24: "Alles, worum ihr im festen Glauben betet, wird Gott euch geben." Wenn Sie daran zweifeln, dass Gott Ihre Gebete hört, verschwenden Sie unsere Zeit.
3. Beten Sie empfangsbereit. Wenn Sie beten, öffnen Sie Jesus Ihr Herz. Sie geben ihm Raum und Gelegenheit, seine Kraft und seine Aufträge in uns hineinzulegen. Dabei spielt es keine Rolle, wie lang Ihr Gebet ist oder welche Worte Sie benutzen - wenn Ihr Herz dabei nicht auf Empfang steht, ist es vergeblich.
4. Beten Sie geduldig. Beten ist eine geistliche Übung. Deshalb lernen Sie Ihr Leben lang dazu. Es ermüdet Sie womöglich, jeden Tag für eine und dieselbe Person zu beten, ohne einen sofortigen Erfolg zu erkennen. Nein, oft werden Ihre Gebete nicht gleich oder nicht immer so beantwortet, wie Sie es sich vorstellen. Gott beantwortet Ihre Gebete so, wie es zu seinem Plan passt - und gut ist für uns. Haben Sie deshalb Geduld. Ihre Gebete sind niemals umsonst. Zuletzt ...
5. Beten Sie dankbar. Gebet ist kein Betteln und auch kein Rezept nur für Notzeiten. Nicht das, was Sie wünschen, sondern das, was Sie brauchen, sollten Sie Gott im Gebet sagen. Erinnern Sie sich? Gott ist Ihr Schöpfer. Deshalb kennt er Sie besser als Sie sich selbst. Er weiß, was Sie brauchen. Und weil er Sie liebt, wird er Ihnen das Nötige zur richtigen Zeit und am richtigen Ort geben. Also können Sie mit Vorfreude und Dankbarkeit beten. Sobald Sie mit einem glaubenden, offenen Herzen zu ihm kommen, ist Ihr Gebet so gut wie beantwortet.
Formen des Gebets
Jesus lehrte seine Jünger das sogenannte "Vaterunser". Sie finden es in Matthäus 6,9-13. Es ist ein Beispiel für ein perfektes Gebet. Nun gibt es zwar keine bestimmte Gebetsform, aber wir versuchen, diese Verse zum Nutzauml;gliche Versorgung, um Kraft fürs Leben als Christ und um Bewahrung für den Tag
4. Fürbitte für die, die wir lieben (Familie, Freunde ...), für unsere Arbeit, Gesellschaft und unser Land, für Gottes Kirche rund um die Erde, für die Menschen, die noch nichts vom Evangelium erfuhren.
5. Dank für Gottes Liebe, für die Vergebung der Sünde, für den Christi Tod am Kreuz für uns, für Gebetserhörungen, für das, was Gott für uns vorhat.
Ihr Gebet braucht nicht dieser Ordnung zu folgen. Es gibt nur einen allgemeinen Umriss, damit Sie eine Vorstellung davon bekommen, was Beten zum Inhalt hat.
Ein paar letzte Bemerkungen:
1. Beten Sie konkret! Schweifen Sie nicht ab, indem Sie unklare oder bedeutungslose Worte aneinander reihen. Nennen Sie Gott konkrete Anliegen, so, als sprächen Sie mit Ihren besten Freunden.
2. Beten Sie mit anderen Christen! Auf dem gemeinsamen Gebet ruht ein besonderes Versprechen. Jesus sagt in Matthäus 18,19: "Wenn zwei von euch hier auf der Erde meinen Vater um etwas bitten wollen und darin übereinstimmen, dann wird er es ihnen geben." Außerdem sind solche "Gebetsgemeinschaften" ermutigend, weil Sie dann wissen, Sie stehen nicht allein. Nutzen Sie das auch als Familie: Beten Sie miteinander und füreinander.
Übrigens: "Amen" ist keine Gebetsformel. Es bedeutet etwa "So soll es sein" und bekräftigt das, was Sie in Ihrem Gebet ausgesprochen haben.
"Worum ihr in meinem Namen bitten werdet, das werde ich euch geben, damit durch die Taten des Sohnes die Herrlichkeit des Vaters sichtbar wird. Was ihr also in meinem Namen erbitten werdet, das werde ich tun." (Johannes 14,13+14)
Kapitel 3 : Weitersagen
Als Jesus von den Toten auferstanden war, blieb er noch vierzig Tage bei seinen Jüngern und den ersten Gläubigen in Jerusalem. Er lehrte sie, was für ein Leben als Christ wichtig war. Dann kam der Augenblick, an dem er wieder zu seinem Vater im Himmel zurückkehrte. An jenem Tag seiner Himmelfahrt nannte er ihnen seinen "letzten Willen".
Er sagte: "Ihr werdet meine Zeugen sein." (Apostelgeschichte 1,8)
Was ist ein Zeuge?
Ein Zeuge ist eine Person, die bezeugt, dass das, was sie weiß, die Wahrheit ist. Sie erzählt sie von ihren Erfahrungen mit der Sache und gibt ihr Wissen darüber bekannt.
Sie sollen Zeuge von Jesus Christus sein. Das ist eine großartige Aufgabe und ein wunderbares Vorrecht zugleich.
Wenn Sie jemanden lieben und respektieren, werden Sie von ihm erzählen, wo immer Sie sind. Viele junge Leute reden von Musikern und Sängern, die sie bewundern. Eltern reden von ihren Kindern, weil sie sie lieben. Wenn Sie die Liebe Gottes erfahren haben und glauben, dass er seinen Sohn gab zu Ihrer Rettung, werden Sie dann nicht auch allen von dieser Liebe erzählen wollen? Und mehr als das: Jesus Christus, der für Sie starb und Ihnen ewiges Leben anbietet, trägt Ihnen auf: "Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet allen Menschen die Heilsbotschaft" (Markus 16,15). Das ist sein Befehl. Wie antworten Sie?
Als erstes fragen wir: Was sollen wir bezeugen?
Die Bibel sagt: "Wir sagen den Menschen, dass Christus - der Sohn Gottes - für uns sterben musste ..." (1. Korinther 1,23). "Du sollst verkündigen, dass Gott seine Herrschaft aufrichtet" (Lukas 9,60). "Verkündige den Menschen Gottes Wort" (2.Timotheus 4,2). "Mit mir ist der Geist des Herrn, weil er mich berufen hat. Er hat mich beauftragt, den Armen die frohe Botschaft zu bringen..." (Lukas 4,18). "Verkündigt allen Menschen die Heilsbotschaft. Wer glaubt und sich taufen lässt, der wird gerettet werden. Wer aber nicht glaubt, der wird verurteilt werden" (Markus16,15). Wir sind also aufgerufen, unseren Mitmenschen von Gottes Liebe, von Christi Tod und Auferstehung und von der Errettung, die er verspricht, zu erzählen - aber auch darüber, dass eine Rettung ohne Jesus unmöglich ist.
Zweitens: Wem sollen wir das bezeugen?
Die Bibel sagt "allen Menschen" (Markus 16,15). Das bedeutet: Sie haben die Verantwortung, das Evangelium mit jedem, ob alt oder jung, Mann oder Frau, zu teilen. Sie haben es doch selbst erfahren: Irgendjemand hat Ihnen wohl schon von Jesus berichtet oder Sie auf diese Internetseiten aufmerksam gemacht. Nur weil es seit zweitausend Jahren überzeugte Christen gibt, die anderen von ihrem Herrn erzählen, haben wir heute letztlich die Chance, Christus kennen zu lernen. Und es gibt unzählige Menschen, die noch nichts von Gottes Liebe erfahren haben, es sei denn, Sie sagen es ihnen.
Es gibt viele Möglichkeiten das zu tun.
1. Ihre Familie. Beginnen Sie in Ihrem eigenen Haus. Wenn Ihre Familie lieblos und unfreundlich darauf reagiert, dass Sie Jesus als Ihren Retter angenommen haben, dann beten Sie täglich für jeden einzelnen ganz persönlich.
2. Ihre Bekannten. Was ist mit Ihrer Nachbarschaft, ihren Kollegen und Freunden? Gibt es dort Menschen, die das Evangelium noch nicht gehört haben oder es nicht richtig kennen?
3. Ihr Wohnort. Überlegen Sie, wie Sie Menschen in Ihrer Stadt, den Nachbarorten und in Dörfern der Umgebung die Gute Nachricht bringen können. Tun Sie sich mit anderen Christen zusammen. Gemeinsam geht es leichter.
4. Die ganze Welt. Viele Völker dieser Erde sind bisher noch nicht mit dem Evangelium besucht worden. Es werden Menschen gebraucht, die bereit sind, dort die frohe Botschaft von Christus weiterzusagen. Natürlich kann nicht jeder Missionar werden, aber vielleicht beruft Gott ja gerade Sie! Vielleicht braucht eine Missionsgesellschaft oder ein Missionarsehepaar dringend Ihre Unterstützung durch Gebet und Spenden. Auch so können Sie dabei mithelfen und Christi Zeuge sein. Denken Sie immer an die Tausenden von Menschen, die noch nie von Jesus gehört haben und einer hoffnungslosen Zukunft entgegen gehen. Helfen Sie mit, dass sich das ändert.
Schlusswort, Lösungen und Fragebogen
Nun kommen wir zum Ende dieses Bibelkurses. Wir möchten noch einige persönliche Worte an Sie richten.
1. Als erstes sprechen wir Ihnen eine großes Lob aus, dass Sie den Bibelkurs bis zum Schluss durchgearbeitet haben. Es war bestimmt nicht immer einfach. Aber Sie haben es geschafft!
2. Bitte reichen Sie die Lektionen weiter - oder noch besser: Arbeiten Sie die Seiten mit anderen Interessierten durch. So werden Sie Christi Zeuge.
3. Suchen Sie eine christliche Gemeinde in Ihrem Ort, in der das Evangelium bibelgetreu gelehrt wird, und gehen Sie regelmäßig zu den Gottesdiensten. Anfangs fühlen Sie sich vielleicht fremd. Aber Sie werden bald merken, wie gut es tut, sich mit anderen Christen auszutauschen, gegenseitig zu ermutigen und gemeinsam für Jesus aktiv zu sein. Es können Freundschaften entstehen, die durch die Liebe Jesu getragen sind. Zuweilen treten auch Differenzen auf, denn auch Christen sind nur Menschen und nicht perfekt. Jesus ist perfekt. Und er ist und bleibt unser Lehrer.
Wenn Sie keine Gemeinde in Ihrer Nähe finden oder sonst Fragen haben, lassen Sie es uns bitte wissen. Wir helfen Ihnen gern weiter.
Eins macht uns sehr froh: Auch wenn wir Sie nicht persönlich kennen und nichts über Ihre Lebensumstände wissen, wissen wir doch, dass Gott bei Ihnen ist. Er kennt und liebt Sie, er begleiten Sie und hilft Ihnen täglich weiter.
Wir würden gern wissen, ob und wie Ihnen der Kurs geholfen hat. Schreiben Sie das alles unter die Zeile "Persönliches" nach den folgenden Fragen zum Bibelkurs. Besten Dank!
Lösungen Teil 1
1. Die Bibel ist nur ein Buch! - Nein
2. Gottes Offenbarungen an die Menschen sind
auch in anderen Büchern als nur in
der Bibel zu finden! - Nein
3. Die Hauptperson in der Bibel ist der Heilige Geist! - Nein
4. Dreieinigkeit bedeutet, dass es drei verschiedene Götter gibt! - Nein
5. Gott hat kein Verständnis für unsere Gefühle,
Sorgen und Ängste ! - Nein
6. Man kann seine Errettung durch gute Taten selber verdienen! - Nein
7. Errettung ist ein Geschenk Gottes! - Ja
8. Der Lohn der Sünde ist der Tod! - Ja
9. Menschen waren Sünder von Anfang an! - Ja
10. Es gibt noch andere Wege zu Errettung, als nur Jesus Christus! - Nein
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Lösungen Teil 2
1. Die Sünden der Menschen können nicht vergeben werden. - Nein
2. Es gibt einige Menschen, die keine Sünder sind. - Nein
3. Jesus Christus ist der Sohn Gottes. - Ja
4. Jesus starb, weil er gesündigt hatte. - Nein
5. Es gibt kein Grab, in dem die Gebeine von Jesus liegen. - Ja
6. Man kann auch ohne Jesus gerettet werden. - Nein
7. "Ewiges Leben" bedeutet, dass wir auf der Erde niemals sterben. - Nein
8. Man kann an Jesus glauben, ohne seine Sünden zu bereuen. - Nein
9. Der Glaube an Jesus ist eine ganz persönliche Entscheidung. - Ja
10. Man wird Christ , wenn man von Jesus liest. - Nein
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Lösungen Teil 3
1. Man kann nur an das glauben, was man auch sieht. - Nein
2. Wir können den Willen Gottes mit unseren Gefühlen verstehen. - Nein
3. Weil Gott Liebe ist, ist es ihm egal, wenn man sündigt. - Nein
4. Man kann Gott auch ohne Glauben gefallen, indem man gute Werke tut. - Nein
5. Gott ist heilig, und deshalb vergibt er keine Sünden. - Nein
6. Glaube, Hoffnung, Liebe bleiben. Die Liebe aber ist das Größte. - Ja
7. Jesus ist der Ausdruck der Liebe Gottes. - Ja
8. Wir müssen nur die lieben, die uns auch lieben. - Nein
9. Gott liebt die Sünder, aber nicht die Sünde. - Ja
10. Der Glaube kommt aus dem Wort Gottes. - Ja
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Fragebogen